Konzept für Änderung bei Real- und Hauptschulen steht / 1000 Schüler betroffen

Oberschule für Uelzen?

Die Grafik zeigt den Übergang ab Schuljahr 2013/14. Klassen der THRS (blau), Sternschule (gelb) und LBS (rot) laufen langsam aus und gliedern sich in die wachsende Oberschule (grün) ein. Die THRS betreibt ab 2015/16 weiter einige Realschulklassen und geht mit jährlich steigender Beschulung der unteren Klassen in der Oberschule auf (braun). Grafik: Stadt Uelzen

Uelzen. Das System Realschule verändert sich schleichend. Das meint Imke Pape, Rektorin der Theodor-Heuss-Realschule in Uelzen.

Sie und die Rektorinnen der Lucas-Backmeister-Schule und der Sternschule haben nun im Schulausschuss des Kreises ein Konzept zur Bildung einer Oberschule vorgestellt. Auf die drei Schulen gehen derzeit etwa 1000 Schüler. Mit dem Konzept reagieren die Rektorinnen auf die Ankündigung, dass die weiterführenden Schulen der Stadt wegen eines möglichen Zukunftsvertrages an den Kreis abgegeben werden sollen. Eine Empfehlung des Ausschusses über die Übernahme der weiterführenden Schulen von Stadt an Kreis soll es im Dezember geben.

Eine neue Oberschule solle ihren Sitz in der Schillerschule haben und nach dem favorisierten Modell der Schulleitungen ab dem Schuljahr 2013/2014 laufen. Die Hauptschule als Modell werde im Prinzip „abgewählt“, berichteten die Rektorinnen. Eltern wählen die Hauptschule trotz Empfehlung nicht für ihre Kinder. Pape erklärt, dass zunehmend auch Kinder, die für die Hauptschule vorgeschlagen wurden, in die Realschule eingegliedert werden. Für einen Übergang zu einer gemeinsamen Oberschule von bisherigen Haupt- und Realschulklassen habe man mehrere Modelle durchdacht. „Für uns gibt es nur ein Modell, mit dem wir arbeiten können“, so Pape. Das sähe so aus: Ab dem Schuljahr 2013/14 werden neue Schüler, die auf die drei Haupt- bzw. Realschulen eingeschult würden, in Klassen eingegliedert, die als Oberschule geführt werden. Damit beginnt eine Übergangszeit, die zwei Jahre dauert. Bis 2014/15 laufen die Real- und Hauptschulklassen in ihren bisherigen Schulen weiter, bis sie 2015/16 in die Oberschule integriert werden und schließlich auslaufen. Neue fünfte Klassen werden ab der Übergangszeit Oberschulklassen.

Dieser systematische, langsame Aufbau einer Oberschule, so die Meinung der Schulleiterinnen Imke Pape, Dörthe Reinhold (Sternschule) und Bianca Scharfenstein (Lucas-Backmeister-Schule) schaffe bei Schülern und Eltern Vertrauen und binde die bestehenden Kompetenzen und Konzepte des Personals ein.

Auf Nachfrage von Ratsherr Peter Hallier (SPD) erklärte Pape, dass die Kollegien der Schulen tendenziell zustimmen.

Annegret Krause, Dezernentin in der Außenstelle Uelzen der Landesschulbehörde, gab dem Konzept bei der Ausschusssitzung einen frühen ersten Segen: Das Modell sei sinnvoll, sagte sie. Auch Landrat Dr. Heiko Blume bezeichnete das Konzept als schlüssig und überzeugend. Ob die Real- und Hauptschulen – oder eine künftige Oberschule – überhaupt vom Kreis übernommen, und damit in seine Verantwortung fallen könnte, dazu werde es vermutlich am 6. Dezember (16.30 Uhr, Kreishaus) eine Empfehlung des Ausschusses für den Kreistag geben.

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