Bei Stromausfall: Klinikum und Pflegezentrum in Uelzen sind vorbereitet

Notfall-Plan für Blackout

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Während Operationen sind Mediziner auf Strom angewiesen. Falls der Strom ausfällt, ist im Klinikum Uelzen vorgesorgt.

Uelzen/Landkreis. In Hannover waren in der Nacht zu gestern knapp 600 000 Menschen von der Stromversorgung abgeschnitten. Problematisch war der Stromausfall vor allem für Krankenhäuser und Pflegeheime, wo das Leben vieler Menschen von elektrisch betriebenen Apparaten abhängt.

Für die zuständigen Energieversorger ist so eine Situation ein Ausnahmefall. Doch im Landkreis Uelzen ist man darauf vorbereitet, sind sich Energieversorger, Feuerwehr und das Klinikum Uelzen einig.

„Für die Krankenhäuser gibt es sehr strenge rechtliche Vorgaben“, erklärt Franz Caesar, Geschäftsführer beim Klinikum Uelzen. „Ich denke, wir haben es vorbildlich gelöst.“ So gebe es neben der allgemeinen Stromversorgung eine Sicherheitsversorgung für Gebäude, für Medizin und Operationen. Wenn aus irgendwelchen Gründen das zugehörige Blockheizkraftwerk des Klinikums oder die Versorgung durch die Stadtwerke ausfällt, greifen gleich mehrere Alternativen. Zum Beispiel bleibe Caesars Büro dunkel, aber andere Bereiche des Krankenhauses würden über vorhandene Notstromaggregate versorgt. Diese sind nach Angaben des Geschäftsführers vorsichtshalber ständig in Betrieb und brauchen sieben Sekunden Zeit, bis sie die Versorgung der notwendigen Krankenhaus-Bereiche übernehmen.

Zusätzlich gibt es Geräte, die selbst für diese kurze Zeit nicht unterbrochen werden dürfen. Sie sind darauf eingestellt, dass sie übergangslos in einem Akku-Betrieb weiterlaufen, bis die Notstromaggregate anspringen. „Wir machen jeden Monat routinemäßig Tests innerhalb des Hauses“, berichtet Caesar. Zudem werde halbjährlich von außerhalb ein sogenannter scharfer Test durchgeführt, auf den vorher niemand vorbereitet sei und der zeige, ob der Notfallplan reibungslos verläuft.

Auch das Curanum Pflege- und Betreuungszentrum St. Viti aus Uelzen ist auf die Notfallsituation vorbereitet. Es existiert eine Notbeleuchtung für Fluchtwege, Treppenhäuser und Flure, die über eine Batterieanlage bei Stromausfall anspringt. „Was die Beatmungsgeräte betrifft, so ist die Akkudauer vom Herstellertyp abhängig“, erläutert Undine Podewils, „sie liegt bei den derzeit von uns verwendeten Geräten zwischen zwei und acht Stunden.“

Von Diane Baatani

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