Note 1 für Uelzen-Studie

Romy Finger

Uelzen/Landkreis. Sie ist in Sachsen geboren, arbeitet zurzeit in Wolfenbüttel, hat sich intensiv mit Uelzen befasst und wurde jetzt in Hannover ausgezeichnet. Für Romy Finger gibt es viele Orte, die in ihrem privaten und beruflichen Leben eine wichtige Rolle spielen. Doch die Uhlenköperstadt hat für die 38-jährige frischgebackene Diplom-Verwaltungswirtin eine besondere Bedeutung.

In ihrer Diplomarbeit hat Romy Finger unter anderem den 2010 gegründeten IT-Verbund des Kreises Uelzen untersucht. Dafür erhielt sie jetzt von den Prüfern der Kommunalen Hochschule für Verwaltung in Niedersachsen 14 von 15 möglichen Punkten, was einer glatten Note 1 entspricht. Damit ist es landesweit der beste Abschluss des Ausbildungsjahrgangs 2011. Das Besondere daran: An insgesamt 21 Stellen wird der IT-Verbund als Quelle in der Diplomarbeit „Chancen, Risiken und Perspektiven einer IT-Kooperation“ genannt. Das macht die öffentlich-rechtliche Anstalt niedersachsenweit bekannt.

„Ich finde es total gut, wie das beim IT-Verbund Uelzen aufgezogen wird“, sagt Romy Finger, die beim Landkreis Wolfenbüttel beschäftigt ist. „Es werden Kräfte gebündelt, die Kommunen können etwas gemeinsam erledigen. Ich habe eine sehr guten Eindruck von der Arbeit in Uelzen gewonnen.“ Zweimal war die 38-Jährige zu Besuch im Kreishaus und führte ausführliche Interviews mit Andreas Hense, Leiter des IT-Verbundes, und Heiko Blume, Vorsitzender des Verwaltungsrates.

„Dabei habe ich viele Informationen und Eindrücke über den IT-Verbund mitgenommen, die man so in Büchern nicht findet“, freut sich Romy Finger. Sie zollt ihren beiden Gesprächspartnern im Kreishaus besonderes Lob: „Es war perfekt, dort jemanden zu finden, der mit einem IT-Verbund schon Erfahrungen hat. Dadurch konnte ich viele praxisnahe Beispiele in meine Diplomarbeit aufnehmen.“

Insgesamt kommt Romy Finger darin zum Schluss, dass es sich bei dem kreisweiten Verbund um ein Zukunftsmodell handelt. Mit diesen könnten Kommunen die Chance nutzen, in der IT-Entwicklung mitzuhalten und sich als moderne und zukunftsfähige Verwaltungen zu präsentieren. Eine Kooperation sei viel wirkungsvoller, als wenn jede einzelne Kommune ihren eigenen Weg gehen würde, lautet Romy Fingers Fazit.

Andreas Hense freut sich nicht nur über diese positive Einschätzung, sondern auch über die sehr gute Note für die Diplomarbeit. „Ich finde es toll, was Frau Finger geleistet hat“, sagt er. „Zugleich sind wir ein bisschen stolz darauf, dass wir mit dem IT-Verbund etwas geschaffen haben, das über unsere Kreisgrenze hinaus Anklang findet. Das ist auch eine Bestätigung unserer Arbeit.“

Am 1. August tritt Romy Finger nun eine neue Stelle beim Landkreis Wolfenbüttel an. Sie wird Verwaltungsleiterin für den Bereich der Berufsschulen. Bis dahin ist für die 38-Jährige aber erst einmal Ausspannen angesagt: Zusammen mit ihrem Ehemann und ihren beiden Kindern verbringt sie gerade ihren Urlaub auf ihrer Lieblingsinsel Mallorca. Noch so ein Ort, der in Romy Fingers Leben eine wichtige Rolle spielt.

Von Bernd Schossadowski

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