Gesundheitsamt rechnet mit mehr Infektionen ab Januar und rät zur Händehygiene

Norovirus: Vier Fälle monatlich

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Uelzen. Das Norovirus treibt im Nachbarkreis Gifhorn sein Unwesen. Im Landkreis Uelzen sieht der Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Gerhard Wermes, noch keinen Grund zur Sorge: In den vergangenen Monaten sei die Zahl der infizierten Patienten stabil geblieben.

Vier Fälle dieser extremen Form der Magen-Darm-Erkrankung seien dem Amt monatlich gemeldet worden. Zugleich schränkt er ein: Die Zahl an Norovirus-Erkrankten könne auch noch höher liegen als bekannt. Denn das Virus sei selbst in Laboruntersuchungen schwer nachzuweisen.

Wermes befürchtet, dass ab Januar wieder eine Welle von Infektionen aufkommen könnte, wie auch Anfang 2012. Im Januar, Februar und März waren beim Gesundheitsamt monatlich 20 bis 30 Meldungen von Patienten aus dem Landkreis Uelzen eingegangen, erinnert er sich.

Um dieser Ansteckung vorzubeugen, rät der Amtsleiter einmal mehr zum regelmäßigen Händewaschen nach dem Toilettengang und vor dem Essen. „Auch die Küchenhygiene ist wichtig“, erklärt er. Beim Zubereiten von Mahlzeiten müsse darauf geachtet werden, dass Küchengeräte und Bestecke sauber seien. Denn das Besondere an dem Virus: „Das ist ziemlich umweltresistent.“ Das Virus könne eine ganze Zeitlang auf Gegenständen überleben. Und eine geringe Zahl an Viren reiche schon aus, um daran zu erkranken.

Wer sich ansteckt, leidet an heftigen Durchfällen und starkem Erbrechen, so Wermes. Bauch- und Kopfschmerzen sowie erhöhte Temperatur würden die Erkrankung begleiten. Ein bis zwei Tage dauere dieser Zustand an. Patienten sollten dann ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen, sich schonen und den Kontakt mit anderen Personen meiden.

„Zwei Tage nach Ende des Durchfalls ist man noch infektiös und muss auf die Händehygiene achten“, erläutert Wermes. Dass viele Menschen direkt nach Abklingen der schlimmsten Symptome nicht mehr an das sorgfältige Händewaschen dächten, sei eine der Ursachen der Infektionswelle.

Von Diane Baatani

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