Nordzucker ehrt Helfer vom Silo-Brand / Rübenanlieferung ab 12. September / Externe Zucker-Lager

Die Kampagne kann kommen

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Sven Buhrmann (l.) und Dr. Michael Gauß (3. v.r.) ehrten Dr. Ludwig Munzel, Steffen Kadner, Mark Haselmeyer, Reiner Seidel, René Malte Ohland und Tobias Schill (v.l.).

Uelzen. Das Uelzener Nordzucker-Werk bereitet sich auf die Rübenkampagne vor, die am 12. September beginnt. Doch das Silo 9 wird in diesem Jahr nicht genutzt werden können – aus dem fast 90 Meter hohen Betonkoloss werden nach dem Feuer vom 26. Juni noch immer Tonnen von Zucker geschaufelt.

Und das ganz sorgfältig, denn der Zucker ist unter anderem mit Trümmerteilen des eingestürzten Dachs durchsetzt. Außerdem steht die Brandursache noch immer nicht fest, weswegen die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft noch laufen. Und auch der Zucker aus Silo 9 wird dabei untersucht. Auch die Schadenshöhe ist nicht endgültig klar – das 14 Millionen Euro teure Silo war erst im August 2013 eingeweiht worden.

Noch immer wird das Zucker-Trümmer-Gemisch aus dem Silo 9 des Uelzener Werks geschaufelt.

Trotz des damals dramatischen Anlasses gab es gestern Grund zum Feiern: Werksleiter Sven Buhrmann und Nordzucker-Leiter für Europa, Dr. Michael Gauß, ehrten Helfer, die bei den Lösch- und Aufräumarbeiten im Einsatz waren. „Es ist das Werk von vielen“, betonte Gauß ausdrücklich, dass gestern nur einige stellvertretend für alle Helfer geehrt wurden. Darunter Reiner Seidel und Tobias Schill von der Uelzener Feuerwehr, Mark Haselmeyer und René Malte Ohland als Bauchfachleute sowie Dr. Ludwig Munzel vom Nordzucker-Krisenteam und Steffen Kadner, der das Catering für die Helfer sicherstellte. Gestern Abend wurde außerdem für rund 200 weitere Helfer als Dankeschön ein Grillfest ausgerichtet.

Unterdessen wird aktuell das Dach des benachbarten Silos 8 wieder hergestellt, das beim Brand in Mitleidenschaft gezogen worden war. Bis Ende September soll es wieder dicht sein, damit das Silo für die Kampagne genutzt werden kann.

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Dennoch wird das Uelzener Nordzucker-Werk durch den Ausfall von Silo 9 in diesem Jahr auf rund 80 000 Tonnen Lagerkapazität verzichten müssen. Das Zuckergeschäft soll das aber nicht negativ beeinflussen, sagt Dr. Michael Gauß auf AZ-Nachfrage. Im Gegenteil: Der Sommer verspreche sogar eine sehr gute Rübenernte. Außerdem habe man alternative Lagermöglichkeiten zur Verfügung, beispielsweise in Hamburg und Antwerpen.

Der Zucker aus dem Brand-Silo wird übrigens zu Bioethanol verarbeitet und teilweise auch in Biogasanlagen eingesetzt.

Von Ines Bräutigam

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