Neue Schulbezirkssatzung schon wieder obsolet? Vorstoß von Kreistags-Gruppe zum LeG

Norden soll kein „Tabu“ bleiben

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Das Lessing-Gymnasium soll einen erweiterten Schulbezirk bekommen.

Uelzen. Über eine Neuordnung der Schulbezirke wird der Kreistag bei seiner Sitzung in der kommenden Woche im Zusammenhang mit der geplanten Oberschule Uelzen befinden.

Die den Kreispolitikern dann vorliegende geänderte Satzung für die Schulbezirke könnte aber schon wenige Wochen später wieder hinfällig sein – zumindest in Teilen.

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Nach dem Willen der CDU/FDP/RRP-Gruppe soll der Schulbezirk des Lessing-Gymnasiums (LeG) erweitert werden. Momentan ist das LeG zuständig für die Jungen und Mädchen aus nördlich der Grenzlinie Groß Liederner Straße, Gudesstraße, Bahnhofstraße, Sternstraße, Hagenskamp gelegenen Uelzener Stadtgebiete sowie aus Suhlendorf, Wester- und Kirchweyhe, Wriedel, Hanstedt II, Groß Liedern, Melzingen, Stadorf und Allenbostel sowie aller nördlich davon liegenden Kommunen. Ausnahmen sind die Gemeinden und Samtgemeinden, die zum Schulbezirk der Kooperativen Gesamtschule Bad Bevensen gehören. Letzteres ist der CDU/FDP/RRP-Gruppe ein Dorn im Auge. Sie fordert, diese Ausnahme aus der Satzung zu streichen. Wie Karsten Jäckel es während der vergangenen Schulausschuss-Sitzung formulierte, habe die Kooperative Gesamtschule Bad Bevensen als einzige Schule ihrer Art im Kreis Schüler aus der gesamten Region zwischen Bienenbüttel und Bad Bodenteich, das LeG dürfe aber umgekehrt nicht im Schulbezirk der KGS für sich werben. Ein Kampf um die Köpfe? Jäkel spricht von einer „Chancengleichheit für alle Schulen“.

Nach dem Vorstoß der CDU/FDP/RRP-Gruppe sollte die Kreisverwaltung Argumente für und gegen eine Erweitung des LEG-Schulbezirkes zusammentragen. Kreis-Sprecher Martin Theine erklärt dazu, dass die Verwaltung diesbezüglich noch zu keinem abschließenden Ergebnis gekommen ist. Für die nächste Sitzung des Schulausschusses werde eine entsprechende Vorlage erarbeitet, so Theine.

Von Norman Reuter

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