Noch einmal 250 000 Euro

In der Uelzener Pestalozzischule sollen der Brandschutz verbessert und elektrische Anlagen modernisiert werden. Für die Finanzierung hat der Kreisausschuss jetzt grünes Licht gegeben. Archivfoto: Mahler

Uelzen/Landkreis - Von Bernd Schossadowski. Der Kreisausschuss hat jetzt grünes Licht für die weitere Sanierung der Uelzener Pestalozzischule gegeben. Das Gremium hob dazu einen Sperrvermerk in Höhe von 250 000 Euro im Kreishaushalt auf. Von dem Geld soll nun unter anderem der Brandschutz in dem Schulgebäude verbessert werden. „Die Arbeiten werden zum Beginn des neuen Schuljahres im August beendet sein“, betont Landrat Theodor Elster.

So wird in der Pestalozzischule am Emsberg eine Brandfrüherkennung installiert, ebenso eine Rettungszeichen-Beleuchtung. Zudem sind dort elektrotechnische Arbeiten vorgesehen und die alte Lüftungsanlage wird stillgelegt. Ursprünglich hatte die Kreisverwaltung hierfür mit Gesamtkosten von bis zu 400 000 Euro gerechnet, nun fallen die geplanten Ausgaben deutlich geringer aus. Im vergangenen Jahr hat der Kreis bereits rund 600 000 Euro in die Sanierung der Pestalozzischule investiert, unter anderem in den Einbau neuer Fenster.

Wie berichtet, wird das Förderschulgebäude für den bevorstehenden Einzug von sieben Klassen des Herzog-Ernst-Gymnasiums hergerichtet. Diese wechseln nach den Sommerferien von ihrem jetzigen Domizil in der städtischen Hermann-Löns-Schule an den Emsberg. Dort sollen die HEG-Klassen für maximal vier Jahre untergebracht werden. „Damit haben wir ein gutes Ende der langen Diskussion um die Schulraumsituation in Uelzen erreicht“, freut sich Elster über die Vereinbarung mit der Stadt Uelzen.

Denn im Gegenzug soll der Standort der Berufsbildenden Schulen (BBS) II an der Veerßer Straße aufgelöst werden. Das geplante Kompetenzzentrum für die Erzieher-Ausbildung wird dann in der Hermann-Löns-Schule an der Esterholzer Straße eingerichtet. Dort sind keine größeren Umbauten erforderlich.

Unterdessen fordert die CDU/FDP-Kreistagsgruppe, in der Löns-Schule optimale Bedingungen für die BBS II zu schaffen. „Will man den Standort an der Veerßer Straße möglichst schnell aufgeben, muss eine dritte Küche gebaut werden, dies ist unabdingbar“, sagt Gruppenvorsitzender Claus-Dieter Reese. Die einjährige Berufsfachschule Hauswirtschaft und Pflege benötige eine Küche mit Großelementen, Ausgabe, Lagerräumen, Speisesaal, Sanitärraum und vielem mehr.

Die CDU/FDP-Gruppe begrüßt es auch, dass für die praktische Ausbildung der Kinder-mittagstisch weiter bekocht wird. „Außerdem könnte dann bei einer Umwandlung in eine Ganztagsschule auch die Hermann-Löns-Schule beim Mittagstisch mit versorgt werden“, schlägt Reese vor.

Durch den Umbau einer bestehenden Werkhalle könnte die notwendige Küche geschaffen werden, meint er. „Die dort bisher anfallenden Werkstunden für die Berufsfachschule Agrarwirtschaft könnten im Werkraum der benachbarten BBS I gegeben werden.“

Einstimmig beschloss die CDU/FDP-Gruppe, diese Lösung so schnell wie möglich umzusetzen. Daraus ergebe sich der Vorteil, dass der Kreis den BBS-II-Standort Veerßer Straße spätestens in einem Jahr aufgeben könne. „Dies würde erhebliche Kosten einsparen“, erklärt Reese. Zudem würden durch die Aufgabe eines Werkraums die Ausgaben für die technische Unterhaltung und Ausstattung verringert. Und nicht zuletzt fände der Unterricht der BBS II dann konzentriert an zwei Standorten in Ebstorf und an der Esterholzer Straße statt.

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