Unfallkommission prüft Maßnahmen zur Verkehrssicherheit bei Grünhagen

Noch Abstimmungsbedarf für die B 4

Für die Bundesstraße 4 bei Grünhagen werden laut Dirk Möller zurzeit konkrete Maßnahmen innerhalb der Unfallkommission abgestimmt.
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Für die Bundesstraße 4 bei Grünhagen werden laut Dirk Möller zurzeit konkrete Maßnahmen innerhalb der Unfallkommission abgestimmt.

Grünhagen – Die B 4 ist nach mehreren tödlichen Unfällen in diesem Jahr erneut in den Fokus der Unfallkommission des Landkreises gerückt. Vor allem der Bereich zwischen Grünhagen und Bienenbüttel gilt nach zwei tödlichen Unfällen als ein kritischer Bereich.

Klar ist laut Dirk Möller, dem Leiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Lüneburg, dass ein sogenannter Zwei-plus-Eins-Ausbau zwischen Bienenbüttel und Grünhagen und im weiteren Verlauf in Richtung Melbeck nicht möglich ist. „Anders als im südlichen Verlauf der B 4 zwischen Lüneburg und Uelzen besteht die B 4 zwischen dem nördlichen Anschluss von Bienenbüttel und Melbeck nicht aus einem überbreiten Querschnitt, der sich im Rahmen einer Erneuerungsmaßnahme mit geringfügigen Anpassungen in eine Zwei-plus-Eins-Verkehrsführung umwandeln lässt“, teilt Möller auf Nachfrage der AZ mit.

Eine Entlastung und Entschärfung der Gesamtsituation erhofft sich Möller unterdessen vom geplanten Ausbau des Bereichs zwischen Bienenbüttel und Jelmstorf auf eine Zwei-plus-Eins-Verkehrsführung. Wie von der AZ berichtet, soll zwischen der Einmündung der Uelzener Straße in Bienenbüttel und Jelmstorf auf rund 3,6 Kilometer ein entsprechender Ausbau erfolgen. Dort sei im Gegensatz zum Abschnitt bei Grünhagen die nötige Breite der Fahrbahn gegeben, erklärt Möller. Umgesetzt werden soll der Zwei-plus-Eins-Ausbau im Jahr 2022.

Ein weiterer Ausbau von anderen Streckenabschnitten der B 4 auf Zwei-plus-Eins sei in diesem Bereich vonseiten der Landesstraßenbaubehörde hingegen nicht vorgesehen. Außerdem erhofft sich Möller aus dem Bau der A 39 eine Entlastung für die B 4.

Andere konkrete Maßnahmen für den Bereich Grünhagen werden zurzeit laut Möller noch innerhalb der Unfallkommission abgestimmt und sollen dann umgesetzt werden.

Anders sieht die Situation für den Bereich der Abfahrt nach Emmendorf aus. Dort ist laut Möller geplant, den Einmündungsbereich im Zuge des Ausbaus des Radweges von Tätendorf nach Kirchweyhe neuzugestalten. Hierzu müssten noch Gespräche mit dem Landkreis als untere Naturschutzbehörde geführt werden. Außerdem soll die Tempo-70-Zone verlängert werden, sodass die Geschwindigkeit reduziert wird.

VON LARS LOHMANN

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