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Neujahrsempfang der Stadt Uelzen: Sorgenfalten, aber auch Zuversicht

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Von: Oliver Huchthausen

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Bürgermeister Jürgen Markwardt bei der Begrüßung der Gäste des Neujahrsempfangs im Ratssaal.
Bürgermeister Jürgen Markwardt begrüßte die Gäste des Neujahrsempfangs der Hansestadt im Uelzener Ratssaal. © Oliver Huchthausen

Rund 300 Gäste sind am Sonnabend zum Neujahrsempfang der Hansestadt Uelzen in den Ratssaal gekommen. Angesichts der weltweiten Krisen fielen dabei ernste Worte, aber es gab auch Zuversicht.

Uelzen – Nachdem der Neujahrsempfang 2020 im Rahmen der 750-Jahr-Feier eigentlich der Auftakt zu zahlreichen Veranstaltungen der Hansestadt sein sollte, gab es in der Folge tatsächlich nur eine einzige: Corona hatte allen gemeinschaftlichen Aktivitäten einen Riegel vorgeschoben. Drei Jahre später ist endlich wieder ein städtischer Empfang mit Publikum möglich – rund 300 Gäste fanden am Sonnabend den Weg ins Uelzener Rathaus.

Und auch wenn auf das traditionelle Händeschütteln am Eingang verzichtet wurde, zeigte sich Bürgermeister Jürgen Markwardt hinsichtlich der Pandemie zuversichtlich: „Ich bin froh, dass solch schwere Grundrechts-Einschränkungen nicht mehr nötig sind, und hoffe, dass sie es auch nie wieder werden.“

Dennoch sind die Themen ernster Natur, kein Wunder angesichts der momentan krisengeschüttelten Welt: Krieg in der Ukraine, die Geschehnisse in der Silvesternacht und der bedenkliche Trend, dass demokratische Wahlen nicht mehr anerkannt werden. All das führe zu einer Verschlechterung der Grundstimmung, in der Ängste und Unsicherheiten entstünden, so Markwardt.

Das sei der perfekte Nährboden für rechte Demagogen, die versuchten, solche Situationen für sich auszunutzen. „Lassen Sie uns versuchen, all diejenigen aufzufangen, denen es in dieser Phase schwerfällt, die Zuversicht zu behalten“, appellierte Markwardt.

Auch das Grußwort von Landrat Dr. Heiko Blume ging in eine ähnliche Richtung. „All unsere bislang für selbstverständlich gehaltenen Dinge sind in einem Wahnsinnstempo in sich zusammengebrochen“, sagte er. Uelzens kommissarische Pröpstin Dr. Dorothea Mecking stellte in ihrem Grußwort die St.-Marien-Kirche als ein unerschütterliches Zeichen der Zuversicht und Hoffnung in den Vordergrund.

Und so gab es bei dem Empfang auch Positives zu berichten. Markwardt kündigte an, dass in diesem Jahr ein weiteres Großprojekt der Stadtwerke Uelzen starten soll, um das Ziel vollständiger Klimaneutralität zu erreichen. Außerdem seien Bauprojekte der Hansestadt mit einem Investitionsvolumen von rund zehn Millionen Euro geplant.

Den musikalischen Rahmen des Neujahrsempfangs bildete die Big-Band des Herzog-Ernst-Gymnasiums. Der Hansestadt wurde auch ein Gemälde der St.-Marien-Kirche überreicht. Gemalt hatte dieses Carlotta Stubbe aus dem Abiturjahrgang 2021 des HEG.

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