Anfang 2022 soll der Ersatzbau mit 138 Pflegeplätzen bezogen werden können

Ein neues „Wichern-Haus“ für Uelzen

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Das alte „Wichern-Haus“ in Uelzen steht seit Anfang dieses Jahres leer, demnächst werden die Abrissbagger anrollen. Die Bewohner sind in das Seniorenheim Am Hülsen gezogen.

Uelzen – Hier wohnt niemand mehr. Das Seniorenheim „Wichern-Haus“ zwischen Niendorfer und Hambrocker Straße in Uelzen ist von einem Bauzaun umgeben. Demnächst werden Abrissbagger das Gebäude abtragen. Es wird Platz geschaffen für einen Neubau.

„Ab Frühjahr 2020 soll er entstehen“, kündigt Claudia Bergmann an. Sie betreut zurzeit das Vorhaben der Heiligen-Geist-Stiftung.

Vor wenigen Jahren hat die Stiftung das in die Jahre gekommene „Wichern-Haus“ mit übernommen und damit die Grundlage für etwas Neues gelegt (AZ berichtete). Ursprünglich war geplant, den Trakt an der Niendorfer Straße stehen zu lassen und ihn zu sanieren. Damit wären nur die zur Hambrocker Straße gelegenen Gebäudeteile abgerissen und durch Neubauten ersetzt worden. Ein Schadstoff-Gutachten habe aber ergeben, dass die Sanierung des vorderen Gebäudeteils zu aufwendig gewesen wäre, schildert Claudia Bergmann.

So wird das Gebäude komplett abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Er wird auch künftig den Namen „Wichern-Haus“ tragen. Zum Projekt sagt Uelzens Bürgermeister Jürgen Markwardt, seines Zeichens Mitglied des Stiftungsrates der Heiligen-Geist-Stiftung: Seit langen Jahren habe sich die Stiftung zur Aufgabe gemacht, bedürftigen Menschen zu helfen und ein Zuhause zu geben. „Das ist eine große Chance für die Menschen in Uelzen, denn das Wohnen wird im neuen ,Wichern-Haus‘ altersgerecht und zukunftsorientiert sein.“

Etwa 13 Millionen Euro wird für das Projekt in die Hand genommen. Es werden 138 Pflegeplätze auf insgesamt drei Etagen entstehen – aufgeteilt in Wohnbereiche mit je 23 Plätzen. Einzelne Abteilungen seien für die Palliativ-Pflege sowie für die Betreuung von Schwerstpflegebedürftigen vorgesehen, erläutert Bergmann.

Der Neubau wird aus zwei großeren Gebäude-Flügeln mit Innenhöfen bestehen, die an der Niendorfer Straße und an der Hambrocker-Straße liegen werden. Der Eingangsbereich entsteht zwischen den beiden Flügeln. Optisch wird das neue „Wichern-Haus“ an das Seniorenheim Am Hülsen in Uelzen angelehnt sein. Nicht ohne Grund: Auch diese Pflegeeinrichtung wurde von der Heiligen-Geist-Stiftung realisiert. Dorthin zogen auch die bisherigen Bewohner des alten „Wichern-Hauses“ zu Beginn dieses Jahres.

Fertiggestellt sein soll der Neubau des „Wichern-Hauses“ Anfang 2022 – einziehen sollen dort dann in jedem Fall die Bewohner des Heiligen-Geist-Stiftes an der Waldstraße. Denn auch dafür hat die Stiftung bereits Pläne. Wie berichtet soll an der Waldstraße in Kooperation mit der Wohnungsbaugesellschaft des Kreises ein Wohn- und Pflegequartier entstehen. Die Heiligen-Geist-Stiftung will dort Angebote in der Tagespflege schaffen.

VON NORMAN REUTER

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