Erzeugergemeinschaft setzt sich für bedrohte Tiere ein

Neues Heim für Fledermäuse im Landkreis Uelzen

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Die anspruchsvollen Nachtschwärmer gehören zu den bedrohten Arten. Die Heide-Zwiebel AG installiert jedes Jahr fünf künstliche Fledermaushöhlen auf den Höfen ihrer Mitglieder.

Klein Süstedt/Landkreis – Im Landkreis Uelzen gibt es zahlreiche Fledermausarten. Sie alle benötigen einen Unterschlupf, der sie vor Tageslicht schützt und in dem sich die kleinen Säuger von der nächtlichen Jagd ausruhen können.

Allerdings bieten moderne Gebäude wenig gute Möglichkeiten dazu.

Seit mehreren Jahren setzt sich die Erzeugergemeinschaft Heide-Zwiebel AG mit Hauptsitz in Klein Süstedt für den Schutz der Nachtschwärmer ein. Dafür wurden in den vergangenen drei Jahren insgesamt 15 künstliche Fledermaushöhlen auf Höfen der Zwiebel-Anbauer angebracht. Sie sind bereits in Klein Süstedt, Böddenstedt, Bahnsen, Groß Liedern und Borne zu finden. Jedes Jahr kommen fünf Stück dazu.

Katharina Klipp von der Erzeugergemeinschaft erklärt: „Wir bestellen jedes Jahr fünf Kästen und verteilen die dann an unsere Mitglieder, also bekommt der eine zwei und der andere drei – ist eben langfristig angelegt.“ Das Ziel ist, neue Lebensräume für die bedrohten Tiere zu schaffen. Da Fledermäuse anspruchsvolle Tiere seien, müssen Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Anflugmöglichkeit und Nahrungsangebot genau passen, damit sie sich niederlassen.

„Am Anfang des Projekts haben wir uns dazu von dem Nabu (Naturschutzbund) beraten lassen, denn es ist gar nicht so einfach auf den Höfen den optimalen Platz für die Quartiere der Fledermäuse zu finden“, erläutert Klipp.

Etwa 16 Kilogramm wiegt jeder Kasten. Die bestmöglichen Orte für sie hatten Thomas Dorschner, Fledermausbeauftragter vom Nabu, und Thomas Göllner, Regionalbeauftragter für Fledermausschutz im Landkreis Uelzen, bestimmt. Der Erstbezug der neuen Quartiere wird jetzt im Frühling erwartet.

Die Erzeugergemeinschaft besteht aus 19 Mitgliedern. Sie sind recht weit verteilt. Es gibt Landwirte im Süden, zum Beispiel in Langenbrügge, der nördlichste Erzeuger ist in Ebstorf. „Daher können wir auch eine möglichst breite Verbreitung der Nistkästen hinbekommen“, freut sich Katharina Klipp.

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