Neues Alarmierungssystem

Das digitale Zeitalter soll jetzt auch im Funkverkehr der Uelzener Einsatzkräfte Einzug halten.

Uelzen/Landkreis - Von Bernd Schossadowski. Die Zeiten, in denen Deutschland neben Albanien der einzige europäische Staat mit der veralteten analogen Alarmierungstechnik für Feuerwehren und Rettungsdienste war, neigen sich dem Ende zu. Auch im Kreis Uelzen wird im Laufe dieses Jahres das digitale System eingeführt.

Jetzt hat sich der Uelzener Kreisausschuss dafür ausgesprochen, mit den Landkreisen Celle, Lüneburg, Lüchow-Dannenberg und Gifhorn ein gemeinsames digitales Alarmierungsnetz für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben einzurichten und zu betreiben. Die neue Technik soll in den fünf jeweiligen Einsatzleitstellen installiert werden. Abgedeckt werden damit die Bereiche Brandschutz, Technische Hilfe, Rettungsdienst und Katastrophenschutz. Die Federführung dieses Projekt übernimmt der Kreis Celle. „Das ist ein gelungenes Beispiel von interkommaler Kooperation“, freut sich Landrat Theodor Elster.

Die Bereitstellung des digitalen Alarmierungssytems wurde kürzlich gemeinsam ausgeschrieben. Nach dem jetzigen Votum des Uelzener Kreisausschusses soll ein Anbieter aus Bielefeld den Zuschlag erhalten. Die Gesamtkosten für die Einrichtung belaufen sich auf rund 1,9 Millionen Euro.

Davon entfallen etwa 347 000 Euro als Kostenanteil auf den Kreis Uelzen. Die vier anderen Landkreise zahlen deutlich mehr, an der Spitze liegt Lüneburg mit rund 460 000 Euro. Zum Anschaffungspreis hinzu kommen Wartungskosten des neuen Systems für den Zeitraum von acht Jahren. Sie belaufen sich auf insgesamt 428 000 Euro, wobei jeder der fünf Partner Kreis den gleichen Anteil zu zahlen hat. Dieser beläuft sich auf etwas mehr als 10 000 Euro pro Jahr. Das Rechnungsprüfungsamt des Kreises Celle muss die Vergabe-Unterlagen noch unter die Lupe nehmen. Die ersten Signale sind aber sehr positiv.

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