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Neuer Uelzener Polizeichef Oliver Suckow: „Ich bin der visuelle Typ“

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Von: Lars Becker

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Der neue Uelzener Polizeichef Oliver Suckow will die Dienststelle stärker digitalisieren.
Der neue Uelzener Polizeichef Oliver Suckow will die Dienststelle stärker digitalisieren. © Lars Becker

Nächster Karriere-Halt: Bereits seit Dezember ist OIiver Suckow neuer Polizeichef in Uelzen. Der 41-jährige Familienvater steht rund 140 Mitarbeitern vor und leitet mit dem Polizeikommissariat Uelzen eines der größten seiner Art in Niedersachsen. Jetzt stellte sich der Polizeioberrat an seiner neuen Wirkungsstätte der AZ vor.

Uelzen – Nach der kommissarischen Amtsübernahme durch Katrin Dunn, die auf Dieter Klingforth gefolgt war, hat das Polizeikommissariat Uelzen seit dem 1. Dezember wieder einen festen Leiter: Oliver Suckow heißt der neue Chef der Polizei in der Hansestadt. Der 41-Jährige, der mit seiner Frau und seinen beiden Kindern im Landkreis Lüneburg zuhause ist, war zuletzt Leiter des Dezernats für zentrale Aufgaben in der Polizeidirektion Lüneburg und davor Leiter Einsatz der Polizeiinspektion Gifhorn.

„Ich bin also oft durch den Landkreis Uelzen gefahren, jetzt darf ich auch anhalten. Es ist schön, jetzt wieder operativ arbeiten zu können. Noch lerne ich jeden Tag dazu – bei 140 Kollegen dauert es etwas, sich alle Namen und Gesichter zu merken. Ich bin sehr gut aufgenommen worden, fühle mich schon sehr wohl und freue mich auf die Phase, in der ich etwas zurückgeben kann. Wie ist die Philosophie dieser Dienststelle? Wie funktioniert sie? Wir wollen vor allem mehr Zeit für die Menschen haben und das Administrative reduzieren“, sagt der gebürtige Berliner, der sich als Polizist einen Kindheitstraum erfüllt hat.

„Mehr Zeit für die Menschen haben“

Zu seiner Vorstellung ist auch Stefanie Lerche nach Uelzen gekommen, die selbst erst unlängst in ihr Amt als Leiterin der Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen eingeführt worden ist. Die 44-Jährige weiß: „Das hiesige Polizeikommissariat hat deshalb eine so große Bedeutung, weil es eine Landkreis-Zuständigkeit hat. Oliver Suckow verfügt über ausgezeichnete Netzwerke in der Polizei und in den Behörden, aber auch extern. Das kann für uns als PI nur gut sein.“

Suckow hat sich vorgenommen, die Digitalisierung nach vorne zu bringen. „Ich bin der visuelle Typ“, sagt er von sich. Es gelte, effizienter und vernetzter zu arbeiten. Darin sehe er viel Potenzial. Denn so, wie sich die Kriminalität etwa ständig weiterentwickele, müsse das auch für die Polizei gelten.

Projektleiter fürs Land in Sachen E-Mobiliät

„Die Sicherheit muss sich auch weiterentwickeln. Wir sitzen ja auch hier im ländlichen Raum nicht im Streifenwagen und drehen Däumchen. Polizei ist schon deutlich pro-aktiver und präventiver geworden – und da geht noch deutlich mehr. Wir suchen manchmal die Nadel im Heuhaufen. Unsere Aufgabe im Polizeimanagement ist es, den Kollegen den stärksten Magneten an die Hand zu geben, um die Nadel zu finden“, betonte Oliver Suckow.

Seit 2016 ist er als Projektleiter dabei, das Thema E-Mobilität für das Land Niedersachsen in die Polizei zu implementieren. An den Themen E-Flotte und Ladeinfrastruktur will er auch in Uelzen weiterhin arbeiten. Und neben der Digitalisierung bei der Bearbeitung von Vorgängen will er auch „smarter arbeiten“.

Autoposer-Szene auch 2023 weiter im Blick

Konkret soll das bedeuten, dass auch wissenschaftliche Erkenntnisse, Datensätze und Analysen Einzug halten sollen – „evidenzbasierte Polizeiarbeit“ nennt sich das. Zudem verfolge man lokale Schwerpunkt-Themen wie die Kontrolle der Autoposer-Szene („Das setzen wir dieses Jahr fort“) oder auch das Geschehen auf der Uelzener Partymeile weiter.

„Wir werden präsent und ansprechbar sein. Den Kollegen wollen wir dafür das richtige Handwerkszeug an die Hand geben“, so Oliver Suckow, der auch das Thema Prävention ausbauen möchte. Und er weiß: „A und O ist ein tolles Netzwerk mit Landkreis, Stadt, Feuerwehr oder Bundespolizei. Das funktioniert schon richtig gut.“

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