RBB will zusammengestauchte Busnetze verhindern

Neuer Tarif statt Rotstift

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Start einer neuen Fahrt oder Endstation? Die RBB will verhindern, dass Landkreise ihre Busliniennetze zusammenstauchen.

nre Uelzen/Hamburg. Es soll eine Lösung sein, die den Busfahrern wie auch den Busfahrenden gerecht wird.

Alexander Möller, Sprecher des Vorstandes der Regionalbus Braunschweig GmbH (RBB), die derzeit im Landkreis Uelzen für den Öffentlichen Personennahverkehr zuständig ist, kündigte gestern in einer Pressekonferenz an, dass Busunternehmen der Deutschen Bahn, wie die RBB, derzeit zusammen mit anderen Busbetrieben aus Niedersachsen an einem sogenannten zweiten repräsentativen Tarif arbeiten. „Es gibt Gespräche, es ist aber ein schwieriger Prozess“, so Möller. Die RBB will damit flächendeckend verhindern, was derzeit im Landkreis Uelzen droht: ein zusammengestauchtes Busliniennetz im Öffentlichen Personennahverkehr wegen höherer Personalkosten.

Das seit diesem Jahr geltende Tariftreuegesetz des Landes soll den Einsatz von Niedriglohnkräften verhindern. Damit sind die Unternehmer, die Aufträge der öffentlichen Hand bekommen, verpflichtet, sich an den vom Land bestimmten Lohntarif zu halten. Für die Bussparte wurde der kommunale Tarif (TN-V) festgelegt, der bessere Konditionen aufweist als der RBB-Haustarif. Die Folge sei nun, dass Landkreise entweder ihr Netz eindampfen oder aber man einen zweiten Tarif zu Wege bringt, der vom Land für das Tariftreuegesetz anerkannt wird. Wobei, wie Möller sagte, es dabei auch gehen müsse, bei einem zunehmenden Fachkräftemangel attraktive Löhne zu zahlen.

Die Initiative kommt für den Landkreis Uelzen spät: Am morgigen Mittwoch wird hier bereits über Streichungen bei einer Neuausschreibung des Busnetzes beraten.

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