Ortsrat empfiehlt Konzept zur Aufwertung der Nebenanlagen in Oldenstadt

Ein neuer Sandstrand für den O-See

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Das Grünflächenamt stellte am Mittwochabend ein Konzept zur Aufwertung des Oldenstädter Sees vor. Geplant ist unter anderem die Herrichtung des Sandstrands und der Aussichtspunkte.

Uelzen-Oldenstadt. Wasser ist in der Uelzener Politik momentan das allesbestimmende Element. Denn neben dem möglichen Ilmenausee steht auch der Oldenstädter See auf der politischen Agenda.

Ein Konzept zur Aufwertung des Gewässers und seiner Nebenanlagen wurde am Mittwochabend dem Oldenstädter Ortsrat vorgelegt und von diesem für gut befunden.

97 000 Euro sieht das Konzept, das das Grünflächenamt der Stadt Uelzen erarbeitet hat, für die „Frischekur“ vor. 65 000 Euro sind dafür im Haushalt mit einem Sperrvermerk versehen. Der Ortsrat empfahl jetzt die Freigabe der Mittel. Wird das Konzept auch vom Bauausschuss der Hansestadt abgenickt, steht der Umsetzung noch in diesem Sommer nichts mehr im Wege. Zeitgleich soll dann auch der Kiosk eine Grundsanierung erfahren – einen entsprechender Sperrvermerk über 55 000 Euro soll ebenfalls aufgehoben werden.

Aber was soll sich ändern am O-See? Zunächst einmal wäre da der Sand-Badestrand am Kiosk. Momentan aufgrund des immer stärkeren Grünbewuchses nicht sehr einladend und eher klein geraten, soll dieser bald wieder in altem Glanz erstrahlen. Eine Verbreiterung des Sandstrands auf 20 bis 30 Meter Breite ist vorgesehen.

Zudem wird mit dem Gedanken gespielt, den zurzeit sehr schmalen Einstieg ins Wasser – durch den wuchernden Schilfgürtel – zu verbreitern, oder aber einen kleinen Steg über das Schilf hinweg zu errichten, der dann als zusätzlicher Zugang zum Wasser dienen soll. Im derzeitigen Start-Konzept sind aber weder Steg noch Schilfentfernung als Sofortmaßnahme vorgesehen. Genauso wenig wie der „Matschspielplatz“ für Kinder, der eventuell künftig am Badestrand entstehen soll, oder eine neue Grillhütte, die in unmittelbarer Nähe zum Kiosk gebaut werden könnte. Die alte, durch Vandalismus beschädigte Grillhütte steht hingegen vor einer Reparatur.

Auch die Aussichtspunkte entlang des Rundweges um den O-See sollen wieder aufgewertet werden. Zum einen sollen neue Bänke – darunter auch bequeme, moderne Liegen – an den exponierten Stellen errichtet werden. Zum anderen soll der Blick wieder freigeschnitten werden. Für dauerhaft gute Aussicht schlägt das Grünflächenamt zudem vor, dort auf lange Sicht ökologisch wertvollere Blühwiesen anzulegen. Für mehr Sauberkeit sollen neue und vor allem mehr Mülleimer sorgen. Sowohl Bänke als auch Mülleimer bestehen aus einem feuerverzinktem Stahlgerüst, das fest im Boden verankert werden kann, sowie Holzlatten, die leicht repariert und ausgetauscht werden können. So soll dem Vandalismus-Problem am O-See Rechnung getragen werden.

Attraktiver gestaltet werden soll auch der See-Zugang von der Molzener Straße aus. Bisher eher ein Trampelpfad, soll der Weg verbreitert werden und rechts und links entweder von Rasenflächen oder – so ein Vorschlag aus dem Ratsrund – Blumenrabatten gesäumt werden. Insgesamt ist eine Herrichtung des Rundwegs und generell in der Zukunft eine extensivere Pflege der Anlagen rund um den See geplant.

Blieben da noch die Parkplätze: Sowohl die kleine Parkfläche an der Straße Zum See, als auch der große Parkplatz am Badestrand sollen egalisiert, verdichtet und von Schlaglöchern befreit werden, die Ausfahrten des großen Parkplatzes – die größte Problemzone – soll auch gepflastert werden. Diese Maßnahmen werden jedoch aus dem Straßenbau-Budget finanziert.

Von Steffen Schmidt

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