„Alle Schüler unter einem Dach“

Neuer 1,3-Millionen-Euro-Anbau des Lessing-Gymnasiums eingeweiht

Neuer Anbau in Blau: Karsten Jäkel, Vorsitzender des Schulausschusses, LeG-Direktor Sven Kablau, Landrat Heiko Blume und Manfred Schrodt vom Gebäudemanagement (von links) vor dem 1,3 Millionen Euro teuren Trakt.
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Neuer Anbau in Blau: Karsten Jäkel, Vorsitzender des Schulausschusses, LeG-Direktor Sven Kablau, Landrat Heiko Blume und Manfred Schrodt vom Gebäudemanagement (von links) vor dem 1,3 Millionen Euro teuren Trakt.

Uelzen – Während draußen die Handwerker vor dem blauen Gebäude noch Steine setzen und letzte Arbeiten erledigen, ist der Schulbetrieb im neuen zweistöckigen Anbau des Lessing-Gymnasiums (LeG) bereits seit dem Ende der Sommerferien in vollem Gange. Am Dienstag wurde der 1,3 Millionen Euro teure Bau offiziell eingeweiht.

„Jetzt haben wir alle Schüler unter einem Dach“, sagt LeG-Direktor Sven Kablau. Denn mit dem Anbau findet auch der dieses Schuljahr wieder eingeführte 13. Jahrgang seinen Platz am Schulstandort. Die Räume – je drei allgemeine Unterrichtsräume und ein Differenzierungsraum pro Stockwerk – entsprechen dem neuesten Standard. Einziger Wermutstropfen aus Sicht Kablaus ist das zurzeit nicht stabil laufende WLAN-Netz. Die Räume selbst sind schlicht in Grautönen gehalten, ebenso die beiden Flure, die auch anderweitig genutzt werden können. „Ein fröhliches Aschgrau“, sagt Landrat Heiko Blume. Farbtupfer sollen durch die Ausstattung hinzukommen.

Dabei ist die Einweihung des neuen Trakts, der trotz der notwendigen Neuausschreibung der Putzarbeiten und Corona zum Ende der Sommerferien fertig war, nur der erste Schritt. Die Aufstockung eines weiteren Gebäudetrakts für neue Biologieräume steht ebenso noch aus wie der Umbau der dann freien alten Biologieräume für den Ganztagsbetrieb. Das Außengelände soll westlich und östlich der Schule neu gestaltet werden und die Turnhalle steht noch auf der Agenda. Außerdem soll die digitale Infrastruktur des Gymnasiums erhalten und weiter ausgebaut werden. „Das Erscheinungsbild des LeG wird sich in den nächsten Jahren ändern. Der Anbau und die Neugestaltung des Eingangsbereichs am Ilmenauufer sind nur der Auftakt“, sagt Projektbegleiter Christian Pfefferling vom Gebäudemanagement. Wenn diese Anbauten fertiggestellt sind, sollen diese als verbindendes Element von außen in Blau gehalten sein, Das Ziel: „Ein blaues Band, das die Schule als Einheit darstellt“, sagt Kablau.

Doch auch die Debatte um eine mögliche Integrative Gesamtschule im Landkreis findet bei der Eröffnung des neuen Trakts ihren Raum. „Wir müssen auch die Konsequenzen für die anderen Schulen beachten“, sagt Kablau. Zwar sei der Anbau jetzt ein Zeichen der Attraktivität der Schule, aber Räume seien eben nur ein Teil des Ganzen. Auch das Angebot der Schule müsse erhalten bleiben, und das gehe nur mit den entsprechenden Schülerzahlen. VON LARS LOHMANN

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