Mit neuen Partnern Kosten senken

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Der neue Anbau mit der Mensa am Herzog-Ernst-Gymnasium war eines der größten Bauprojekte, die das Gebäudemanagement Uelzen/Lüchow-Dannenberg im vorigen Jahr betreute.

Uelzen - Von Bernd Schossadowski. Beim IT-Verbund und dem Rechnungsprüfungsamt arbeiten sie bereits erfolgreich zusammen und sparen dadurch Kosten – die Stadt und der Landkreis Uelzen. In diesem Jahr wird die interkommunale Kooperation möglicherweise auf einen weiteren Bereich ausgedehnt: Die Kreisverwaltung spielt mit dem Gedanken, sich am Gebäudemanagement Uelzen/Lüchow-Dannenberg zu beteiligen.

Diese von der Uhlenköperstadt und dem östlichen Nachbarkreis am 1. Januar 2009 gegründete gemeinsame kommunale Anstalt verwaltet eine Vielzahl öffentlicher Gebäude und betreut unter anderem Neu- oder Erweiterungsbauten, insbesondere von Schulen. „Jetzt sind wir so stark, dass wir weitere Kooperationspartner suchen“, sagt Manfred Knaak, kaufmännischer Leiter des Gebäudemanagements. Ein möglicher Partner ist der Kreis Uelzen. „Ich würde mir wünschen, dass er es wird“, sagt Knaak, der eine Entscheidung noch vor der Sommerpause für denkbar hält.

Auch Landrat Theodor Elster kann sich eine Zusammenarbeit mit dem Gebäudemanagement vorstellen. „Wir werden im Rahmen von Arbeitsgruppen prüfen, welche Vorteile sich für den Landkreis dadurch ergeben würden“, erklärt Elster, will diesem Prozess aber nicht vorgreifen. Nur so viel: „Die Vermutung liegt nahe, dass diese Kooperation kostengünstiger für uns ist.“

Wie sich mit der gemeinsamen öffentlichen Anstalt die Kosten senken lassen, verdeutlicht Manfred Knaak an einem aktuellen Beispiel: dem Bezug von Strom für die Gebäude des kommunalen Verbundes. Hier habe man dank der Kooperation mit Lüchow-Dannenberg die Ausschreibungsmenge vergrößert und dadurch einen günstigeren Stromvertrag abschließen können. „Für den Bezugszeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2011 haben wir einen Preisvorteil von sieben bis acht Prozent erreicht. Hier zeigt sich der Vorteil unserer Größe“, freut sich Knaak.

Die europaweite Ausschreibung über rund 3,5 Millionen Kilowattstunden Strom haben übrigens die Stadtwerke Uelzen gewonnen. Bedingung war, dass der Strom ausschließlich aus erneuerbaren Energie stammen muss. „Wir wollen nämlich ökologisch hervortreten“, erläutert Knaak. Und so bereitet sich das Gebäudemanagement bereits auf die nächste Strom-Ausschreibung für das Jahr 2012 vor.

Noch größere Einsparungen erzielte die öffentliche Anstalt beim Bezug von Gas. Auch dort gab es eine europaweite Ausschreibung, am Ende erhielt ein Oldenburger Energieunternehmen für den Zeitraum vom 1. Oktober 2010 bis zum 30. September 2012 den Zuschlag. „Dabei haben wir Preisvorteile von 10 bis 15 Prozent erreicht“, berichtet Knaak. Auch hier habe die größere Bestellmenge aufgrund der Kooperation mit Lüchow-Dannenberg den Ausschlag gegeben. Deswegen fällt Knaaks Fazit auch rundherum positiv aus: „Die Gründung des Gebäudemanagements hat sich für uns auf jeden Fall ausgezahlt.“

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