Kreis will sich als „VitalHeide“ besser vermarkten / Bündelung der Kräfte

Neue Wege im Tourismus

Uelzen/Landkreis. Bereits Ende März soll alles unter Dach und Fach sein. Der Landkreis Uelzen will sich im Tourismus neu aufstellen, künftig stärker das Thema „Gesundheit“ hervorheben und Ausflugsziele in der Region besser vermarkten – dafür aber keinen Cent mehr ausgeben.

Zu diesem Zweck soll ein sogenanntes Touristisches Dienstleistungszentrum (TDZ) entstehen, in dem nicht nur die Kommunen sondern auch die touristischen Organisationen wie die Bad Bevensen Marketing Gesellschaft (BBM) und die HeideRegion als Tourismusverein des Kreises Uelzen als Kooperationspartner vertreten sein werden.

Jürgen Clauß, Geschäftsführer der HeideRegion Uelzen, umschrieb am Montagabend bei der Sitzung des Wirtschaftsförderungsausschusses der Stadt Uelzen die Idee wie folgt: „Durch ein Bündelungsprozess aller touristischen Kräfte in dem Dienstleistungszentrum ist es möglich, die touristischen Aktivitäten qualitativer und zielführender zu vermarkten.“ Außerdem: Wenn der Landkreis in Form des TDZ als eine Stimme auftrete, könne er auch als Region in der Lüneburger Heide GmbH, dem touristischen Dachverband, stärker Berücksichtigung finden. Gerade die Stadt Bad Bevensen und die BBM sahen sich in der Lüneburger GmbH nicht ausreichend stark vertreten, weil der Gesundheitsaspekt, durch den die Kommune als Kurort besonders profitiert, zu wenig Beachtung fand (die AZ berichtete). Das soll sich mit dem Dienstleistungszentrum ändern, das nicht ohne Grund den Namen „VitalHeide“ erhalten soll.

Zur Finanzierung von touristischen Projekten und für das Vermarkten der Region stehen, so sieht es der Kooperationsvertrag vor, dem Dienstleistungszentrum jene Mittel zur Verfügung, die bislang von den Kommunen und den touristischen Organisationen für ein eigenes Marketing verwendet wurden. Künftig soll es einen Finanztopf geben. Die Bad Bevensen Marketing GmbH stellt den größten Anteil mit 100 000 Euro, die Samtgemeinde Rosche den kleinsten Anteil mit 2000 Euro. Die Stadt Uelzen beteiligt sich mit 13 Prozent an dem Haushalt des TDZ, was einer Summe von 25 000 Euro entspricht. Wie die jährlich zur Verfügung stehenden 193 000 Euro genutzt werden sollen, entscheidet eine Arbeitsgruppe, in dem Touristiker aus den Kommunen und Organisationen sitzen; über die Mittelfreigabe verfügt ein Beirat, in dem Hauptverwaltungsmitarbeiter vertreten sind.

Der Vorstand der HeideRegion hat bereits für das Dienstleistungszentrum grünes Licht gegeben. Und aus Uelzen gab es positive Signale. Der Wirtschaftsförderungsausschuss empfahl dem Verwaltungausschuss, den Kooperationsvertrag für das TDZ zu unterschreiben. Alle weiteren Kooperationspartner sollen sich bis Ende März entschieden haben.

Von Norman Reuter

Einen ausführlichen Artikel finden sie am Freitag in der AZ.

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