Attraktivere Straßenzüge: 29 Seiten mit Vorgaben

Neue Tabus für Uelzens Innenstadt

Laut der Satzung soll pro Geschäft oder Restaurant auch nur noch ein Werbeaufsteller zulässig sein.
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Laut der Satzung soll pro Geschäft oder Restaurant auch nur noch ein Werbeaufsteller zulässig sein.

Uelzen – Plastikstühle und Bierzeltgarnituren im Außenbereich sind genauso unerwünscht wie Leuchtkästen an den Fassaden: Politik und Verwaltung wollen mit neuen Vorgaben stärker Einfluss auf das Erscheinungsbild der Uelzener Innenstadt nehmen.

Freies Spiel sollen Hauseigentümer auch nicht haben, wenn es um die Neugestaltung von Bauten geht. Auf insgesamt 29 Seiten hat die Hansestadt Vorgaben für den Innenstadtbereich festgehalten – es ist die geplante Gestaltungssatzung für Uelzen.

Das Ziel der Satzung sei es, die Attraktivität Uelzens zu steigern und „das innerstädtische baukulturelle Erbe“ zu bewahren, erklärt Stadtsprecherin Ute Krüger. Der jetzt vorliegende Satzungsentwurf sei von der Stadtverwaltung niedergeschrieben worden. Seine Inhalte seien im Vorfeld in einem Arbeitskreis entwickelt worden. Politiker, Interessenvertreter, die Denkmalpflege sowie das Stadtmarketing haben mitgewirkt.

Der Satzungsentwurf sieht unter anderem vor, dass im Innenstadtbereich auf den Dächern nur Photovoltaikanlagen aufgebracht werden dürfen, wenn diese „vom öffentlichen Raum nicht sichtbar“ sind. Ansonsten seien nur „Indach“-Lösungen möglich. Auch Fliesen an Gebäudesockeln sollen künftig nicht mehr zulässig sein. Gebäude, die so gestaltet sind, haben bis zu einer grundlegenden Sanierung Bestandsschutz.

Schaufenster von Geschäften dürfen, sollte die Satzung Zustimmung finden, auch nur noch zum Teil mit Werbefolien beklebt werden. Pro Geschäft wäre auch nur noch ein Werbeaufsteller auf der Straße zulässig. Bei Verstößen drohen Bußgelder. Sie sollen einzelfallbezogen festgelegt werden.

VON NORMAN REUTER

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