Vereinzelte Kritik

Neue Strecken, längere Fahrten: Stadtwerke Uelzen ziehen dennoch positive Zwischenbilanz

Die Linie 6 ist eine von zwei neuen Linien im Stadtbusverkehr und erschließt das Gebiet des Hafens und Molzen.
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Die Linie 6 ist eine von zwei neuen Linien im Stadtbusverkehr und erschließt das Gebiet des Hafens und Molzen.

Uelzen – Das neue Liniennetz der Stadtbusse ist die tragende Säule auf dem Weg zum Mobilitätsausbau der Stadt Uelzen: Seit dem Jahreswechsel werden mehr Orte angefahren, das Busnetz besitzt nun sechs statt vier Linien. Das hat Folgen: Neue Strecken, längere Fahrten.

Ein Beispiel: Die Linie 4. Die alte Strecke führte stringent von Westerweyhe aus über die Straßen Am Funkturm, Nordallee und später stadteinwärts an der Agentur für Arbeit vorbei bis zum Rathaus.

Nach dem neuen Plan führt der Weg von Westerweyhe aus erst durch das Gewerbegebiet Breidenbeck mit Halt unter anderem an der JVA. Über die Ludwig-Erhard-Straße geht es anschließend zurück auf die bisherige Route am Funkturm entlang. Von der Westerweyher Haltestelle Am Stadtwald bis zum Rathaus dauert die Fahrt damit nun statt der bisherigen knappen halben Stunde etwa zehn Minuten länger.

Und auch die Linie 3 fährt nun eine andere Strecke. Während hier die Fahrzeit zwar gleich bleibt, ändert sich aber die Taktung. Alle 60 statt wie bisher 30 Minuten fährt sie nun in der Route vom Rathaus über die Kagenbergstraße zum Rathaus.

Franziska Albrecht, Stadtwerke Uelzen.

Nicht jedem schmeckt das. Franziska Albrecht, Marketing-Leiterin bei den Uelzener Stadtwerken, berichtet auf AZ-Anfrage, dass es „vereinzelt kritisches Kundenfeedback bezüglich längerer Fahrzeiten und veränderter Routen“ gegeben habe.

Laut Franziska Albrecht ist man sich der Situation bewusst. „Auf Basis unserer jahrelangen Erfahrung als Betreiber des Stadtbusnetzes in Uelzen werden wir die Fahrpläne laufend hinsichtlich möglichem Optimierungspotenzial überprüfen und gegebenenfalls anpassen“, verspricht die Marketing-Leiterin.

Albrecht zieht dennoch eine positive Zwischenbilanz. Zwar könne sie noch keine konkreten Zahlen nennen, nach ersten Beobachtungen würden die Fahrgäste die neuen Linien jedoch gut annehmen. Auch der Übergang des Busbetriebs von Uhlenköper-Reisen an die RBB sei reibungslos verlaufen.

VON DANIEL BIELING

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