Neue Perspektiven für Arbeitslose

Jeder Kalksandstein erhält zwei Gesichter. Der Fantasie der Produktionsschüler sind keine Grenzen gesetzt.

Uelzen - Von Jörn Nolting. Windmühlen und Totenköpfe aus Kalksandstein werden in diesem Jahr das Gelände an der Woltersburger Mühle zieren. Die jungen Arbeitslosen von der Produktionsschule Uelzen schnuppern dafür in das Metier von Gisela Milse aus dem Landkreis Lüneburg hinein. Mit der Bildhauerei eröffnet sich den 16- bis 24-Jährigen an der Produktionsschule eine neue Perspektive, ebenso mit dem zweiten neuen Projekt, in dem sie eine Kräuterspirale planen und anpflanzen.

So können sie jetzt zusätzlich Einblicke in andere Bereiche als Bau- und Gebäudetechnik, Elektro, Textil, Büro und Hauswirtschaft erhalten. „Es gibt mehr zusätzliche Anstöße“, sind sich alle Beteiligten an der Produktionsschule einig. Diese Erfahrungen in verschiedenen Bereichen der Arbeitswelt sollen den jungen Menschen auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz weiterhelfen.

Acht Schüler erarbeiten nun eine Mauer aus einzelnen aneinander gereihten Skulpturen. Für die Gestaltung der Gesichter aus Kalksandstein sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Das Gesamtkunstwerk wird auf einem Abschnitt auf dem Gelände der Woltersburger Mühle hinter dem Wohnhaus mit einer Sitzecke zum Verweilen einladen.

Gerard Minnaard, Leiter der Produktionsschule, freut sich über die Förderung der Projekte durch das Land Niedersachsen. „Einige Punkte auf dem Gelände kann man jetzt genauer gestalten. Endlich sieht man etwas“, sagt er.

Steffen Tiede ist am Gärtner-Projekt beteiligt, er macht bereits Zukunftspläne in diesem Bereich. „Mich interessieren die Kräuter“, berichtet er über die Abwechslung zur täglichen Büroarbeit. Er sei auch privat gerne in der Natur und ernte selbst Teeblätter. Deshalb hofft er jetzt auf einen Ausbildungsplatz im Gartenbereich, möglichst als Zierpflanzengärtner.

Beim Tag der offenen Tür der Woltersburger Mühle am 18. September wird man die Kräuteranlage mit Pflanzen wie Pfefferminze, Sauerampfer und Baldrian sowie Oregano, Rosmarin, Thymian, Salbei und auch die Süßpflanze Stevia zu sehen bekommen, verrät Minnaard.

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