Vakante Pfarrstelle in der Stadtmitte soll zum 1. Februar wieder besetzt sein

Neue Pastorin für St. Marien

In St. Marien soll ab Februar eine neue Pastorin predigen.
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In St. Marien soll ab Februar eine neue Pastorin predigen.
  • vonJens Schopp
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Uelzen/Landkreis. Aller Voraussicht wird die vakante Pastorenstelle in der St. -Marien-Gemeinde (rund 4500 Gläubige) zum 1. Februar nächsten Jahres wieder besetzt sein.

Das berichtete Propst Jörg Hagen am Rande des Jahresempfangs des evangelischen Kirchenkreises Freitagabend in der Kirche St. Marien.

Der Uelzener Stadtrat, er habe von alters her das sogenannte Präsentationsrecht, werde der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover eine Theologin vorschlagen. Der Name der Pastorin soll bei der konstituierenden Sitzung des neuen Stadtrates am Montag, 7. November, bekannt gegeben werden, so Propst Hagen. Dass der Stadtrat dem Vorschlag der Gemeinde zustimmen und die Geistliche der Kirchenleitung benennen werde, sei sicher.

Im Juni war Reinhard Klingbeil nach fast 40 Dienstjahren in den Ruhestand gegangen. Die Suche einer Nachfolge erwies sich als durchaus langwierig. Für einen nahtlosen Übergang hatte St. Marien bereits im März die Pastorenstelle ausgeschrieben. „Es fand sich aber nicht die passende Bewerberin oder der passende Bewerber“, weiß Jörg Hagen. Der Posten wurde zwei weitere Male offeriert, ehe die Besetzung klappte.

Diese Art der Geduldsprobe bei einer Stellenausschreibung dürfte ein Vorgeschmack auf das sein, was den Kirchenkreis Uelzen in den nächsten Jahren erwartet. „Es ist absehbar, dass wir in den 20-er Jahren nicht mehr alle Pfarrstellen im Kirchenkreis besetzen können“, so der Propst. Ab 2020 würden viele Kollegen in den Ruhestand wechseln. Und der Nachwuchs, der von den Universitäten käme, reiche zahlenmäßig einfach nicht, um die dann vakanten Stellen zu füllen, sagt Hagen. Vor allem in den flächenmäßig großen Gemeinden im Südosten des Kirchenkreises werde es die meisten Schwierigkeiten geben. Folge: Kirchenkreis und Gemeinden müssten sich in den nächsten Jahren neu aufstellen, wollen sie ihre Aufgaben weiter flächendeckend im Landkreis Uelzen wahrnehmen können. Dazu wurde im vergangenen Jahr ein Zukunftsausschuss gegründet. „Dort wird auch über Kooperationen und regionale Zusammenlegungen nachgedacht“, so der Propst. Ergebnisse sollen 2018 präsentiert werden.

Mit der Wiederbesetzung der Pastorenstelle bei St. Marien im kommenden Jahr seien aber alle Pfarrstellen im Kirchenkreis wieder ausgefüllt, sagt Hagen. In 28 Gemeinden arbeiten dann 30 Geistliche.

Von Jens Schopp

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