Uelzener Eigentümer beteiligen sich an Arbeitsgruppen des Citymanagements und der Stadt

Neue Beete und Sanierungen

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Die Bepflanzung von Beeten soll schon bald vermitteln, dass am Schnellenmarkt etwas passiert. Langfristig gesehen regt aber die Stadt Uelzen gemeinsam mit dem Planungsbüro CIMA GmbH eine Sanierung der Gebäude in dem Viertel an.

Uelzen. Die Aufwertung des Schnellenmarktviertels hängt von vier Aspekten ab, an deren Umsetzung Initiativgruppen konkret weiterarbeiten werden.

Zur Strategie der langfristigen Umsetzung gehört ein Sofortprogramm, sodass erste Erfolge sichtbar werden und das Signal vermitteln: „Es tut sich etwas im Schnellenmarktviertel“, schlug Petra Wahlers, Beraterin des Lübecker Unternehmens CIMA GmbH, bei der Informationsveranstaltung im DRK-Mehrgenerationenzentrum Uelzen am Montagabend vor.

• Sofortprogramm:

Die Möblierung des Schnellenmarktplatzes und die Gestaltung von Leerständen – etwa durch Kunstwerke in den Schaufenstern – sind zwei der genannten Ideen. Auch die Optimierung der Park- und Verkehrssituation wurde genannt.

• Marketingkonzept:

Neben dem Sofortprogramm werden auch einige Anlieger und Initiatoren am Marketingkonzept arbeiten. So sollen Werbeaktionen und größere Veranstaltungen für das Quartier organisiert werden. Um ein Zusammengehörigkeitsgefühl der Anwohner etwa von der Rademacher-, Schmiedestraße, Brückenstraße, dem Schnellenmarkt und bis hin zur Lüneburger Straße zu wecken, schlug Wahlers vor, einen Namen für das Viertel zu finden.

• Umgestaltung des öffentlichen Raums:

Diese Maßnahme soll durch die Stadt Uelzen im Rahmen einer Ziel-1-Förderung finanziert werden und steht ebenfalls auf dem Maßnahmenplan der CIMA. Jedoch reichen die Fördergelder nicht für alle Maßnahmen, so Wahlers. Deshalb sollten zunächst Schwerpunkte zum Beispiel auf die Beschilderung des Quartiers, eine Neugestaltung der Brücke über die Ilmenau, eine Gestaltung der Ilmenauauen und des Schnellenmarktes gelegt werden.

• Weitere mittel- und langfristige Maßnahmen:

Für die langfristige Veränderung des Images müsse mehr Überzeugungsarbeit geleistet werden und es bedarf einer tiefergehenden Planung, so die CIMA. Die Vorschläge reichen etwa von dem Ausbau der Öffnungszeiten der Geschäfte und der Cafés bis zur regelmäßigen Pflege des Quartiers durch Patenschaften. Ein Leerstands- und Flächenmanagement, ein Ausbau des Branchenmixes und Investitionen in den Wohnungsbestand sind nach Ansicht des Lübecker Managementbüros notwendig, um das Ziel – ein neues Schnellenmarktviertel mit Zukunft – zu erreichen.

Von den rund 50 Anwesenden haben sich 15 Teilnehmer bereit erklärt, sich an der Ausarbeitung zu beteiligen. Im nächsten Schritt schließen sie sich einer der vier Gruppen an, um dann das Konzept gemeinsam mit dem Verein „Haus und Grund“, dem Citymanagement, der Stadt Uelzen und der CIMA zu konkretisieren. Stadtplaner Michael Kopske wertet das Interesse als ersten Erfolg. Ebenso, dass die 50 Eigentümer, Mieter und Vertreter diverser Einrichtungen einhellig den Grundzügen des Konzepts zustimmten. Trotz dieses Erfolgs war es vielen Anwesenden bislang zu theoretisch. Mehr Kommunikation forderte ein Bürger. Ständige Rückfälle durch Beschädigungen und Schmierereien und somit vertane Kosten befürchten diejenigen, die aktiv werden wollen. „Es ist ein langfristiger Prozess“, betont Kopske auf AZ-Nachfrage. Schon mit geringen Beträgen könnten Veränderungen erreicht werden, beispielsweise durch eine Bepflanzung der Beete vor den Häusern.

Die Eigentümer der Immobilien müssten ohnehin aktiv werden, da der Wert ihres Grundstücks sinkt und dann auch ein massiver Geldverlust zu erwarten sei. Um tatsächlich einen Imagewandel zu erreichen, müssten alle an einem Strang ziehen. Wenn erst das Zusammengehörigkeitsgefühl da ist, reagiere beispielsweise auch eher ein Nachbar, wenn er sieht, dass Betrunkene das Haus nebenan beschmutzen oder Bierflaschen zerschlagen, erklärt Michael Kopske.

Von Diane Baatani

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