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Uelzens Verkehrswacht und Polizei sensibilisieren für Unfallgefahren

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Von: Norman Reuter

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Uwe Kalischefski und Frank Dreyer (re.) haben an der Kreuzung vorm Alten Rathaus eines der neongrün angemalten Fahrräder als Botschafter für mehr Verkehrssicherheit aufgestellt.
Uwe Kalischefski und Frank Dreyer (re.) haben an der Kreuzung vorm Alten Rathaus eines der neongrün angemalten Fahrräder als Botschafter für mehr Verkehrssicherheit aufgestellt. © Privat

Verkehrswacht und Polizei haben eine gemeinsame Aktion gestartet. Damit wollen sie auf die Unfallgefahr hinweisen und zu Rücksichtnahme auffordern.

Uelzen – Die Angaben der Verkehrswacht lassen einen aufhorchen: Etwa jede Stunde ist im vergangenen Jahr in Niedersachsen ein Radfahrer bei einem Verkehrsunfall zu Schaden gekommen. Jetzt wollen die Verkehrswacht Uelzen und die Polizei gemeinsam Radfahrer, Auto- und Motorradfahrer, den Schwerverkehr und Fußgänger dafür sensibilisieren, gegenseitig stärker aufeinander acht zu geben, sodass weniger Unfälle passieren.

„Es geht um mehr Rücksichtnahme aller Verkehrteilnehmer“, sagt Uwe Kalischefski, Geschäftsführer der Verkehrswacht Uelzen. Neun neonfarbene Räder an zentralen Plätzen und Unfallschwerpunkten im Stadtgebiet sind die Botschafter dafür.

Auf in den Rahmen eingelassenen Tafeln ist beispielsweise zu lesen: „Mit Abstand – 1,5 Meter – überholen.“ Oder: „Kopf drehen, euch sehen“ – womit auf die Gefahren des toten Winkels aufmerksam gemacht wird. Zusätzlich wird plakatiert.

Hohe Spritpreise, Sorgen ums Klima – das lässt die Menschen öfter aufs Rad steigen. „Wir dürfen auch nicht vergessen: Mit Pedelecs und E-Bikes wird der Radverkehr schneller“, so Frank Dreyer, Kontaktbeamter im Polizeikommissariat Uelzen. So brauche es das Bewusstsein für einander. Aber Dreyer hat so seine Zweifel, ob Radfahrer bereits als gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer angesehen werden.

An der Ecke Celler Straße/Soltauer Straße steht eines der neonfarbenen Räder in Sichtweite zu einem ganz in weiß lackierten. Letzteres erinnert an die 71-jährige Radfahrerin, die im Juni 2018 an der Kreuzung von einem Lkw überrollt wurde und ihren Verletzungen erlag. Wie Uwe Kalischefski sagt, habe sich die Situation an der Kreuzung durch eine neue Ampelschaltung verbessert. Aber Problemfelder bleiben. „Die Sternstraße – da ist es schon schwierig zum sicheren Überholen von Fahrrädern“, sagt er. Auch dass Radfahrer mitunter parallel auf der Straße und auf Gehwegen unterwegs seien, erfordere von den anderen Verkehrsteilnehmern erhöhte Aufmerksamkeit, so Frank Dreyer. Zuletzt hatte es am Uelzener Hammerstein-Kreisverkehr mehrere Unfälle mit Radfahrern als Beteiligte gegeben. Alles Gründe für die Aktion.

Wie Dreyer ausführt, hat sich darüber hinaus die Polizei auf die Fahne geschrieben, wegen der Zunahme des Radverkehrs diesen auch stärker bei Kontrollen in den Blick zu nehmen.

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