Baumschnitt als TV-Ereignis

NDR-Gartenexperte Ole Beeker aus Holdenstedt erklärt, wie Apfel- und Birnbäume fit bleiben

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Absprachen bei dem Dreh: Für wenige Sendeminuten ist ein großes NDR-Team stundenlang in Holdenstedt vor Ort. Für Ole Beeker (rechts) ist die Zusammenarbeit mit Moderator Jo Hiller eine Freude. Und als Gartenexperte will er Know-how vermitteln.

Uelzen. Kameras, Mikrofone, Ü-Wagen und das bekannte Gesicht von Moderator Jo Hiller – das alles war gestern zwischen Bäumen, Sträuchern und Beeten auf dem Gelände von „Pur Natur“ in Holdenstedt zu erleben.

Es wurde ein Livebeitrag für die Sendung „Mein Nachmittag“ gedreht. Zu Gast war der Tross bei Ole Beeker, einem der neuen „Fernseh-Gärtner“ des NDR.

Ole Beeker demonstriert das „Ableiten“. Jeden zweiten Donnerstag wird der Holdenstedter zum „Fernseh-Gärtner“.

Es handelte sich um eine Premiere, denn normalerweise wird im Arboretum Ellerhoop-Thiensen nördlich von Hamburg gedreht. Aber Beeker und das Fernsehteam produzieren einen Beitrag über den Schnitt von Apfel- und Birnbäumen und das hat Beeker alles vor Ort. Beides, Fernsehen und Gartenarbeit, ist für den 50-Jährigen Routine: Er ist Gartenbauunternehmer in dritter Generation und hat Gartenbau studiert. Fernsehen macht er seit vier Jahren. Seine TV-Karriere begann mit dem Format „Landlust TV“ und nach einer Fernseh-Pause übernahm er im September zusammen mit Matthias Schuh die Nachfolge für den TV-Gärtner John Langley. „Lampenfieber bekomme ich nicht mehr“, sagt Beeker.

Sommer und Winter seien eine gute Zeit, um Apfel- und Birnbäume zu schneiden, erklärt er. Früher hingen Landwirtschaft und Obstanbau eng zusammen, im Winter hatten die Bauern aber mehr Zeit. Der Schnitt im Winter beeinflusse den Wuchs des Baumes, mit einem Beschnitt im Sommer würden zudem Effekte auf die Früchte erreicht, so Beeker. Ideal sei eine Kombination.

Immer gelte es, eine Grundregel zu beachten: „Nicht einfach kürzen oder ,wegschnippeln’“, erklärt Beeker, „sondern ,ableiten’“. Und „ableiten“ bedeute, dass unmittelbar an Verzweigungen geschnitten werde, um den Saftstrom in jüngere Triebe zu lenken, sodass der Baum insgesamt länger fit bleibe.

Beeker sagt, dass er sehr froh ist, mit dem Fernehen etwas Neues kennenzulernen, das dennoch mit seinem Beruf eng zusammenhänge. Er genießt die Aufgabe als TV-Gärtner: „Über drei Generationen haben wir so viel Know-how – es macht mir richtig Spaß, das zu vermitteln.“

Von Steffen Kahl

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