25 000 Euro für Umweltbildung an der Woltersburger Mühle

Der Natur auf der Spur

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Das Team für Naturerlebnis und Umweltbildung hat das Programm für die nächsten drei Monate vorbereitet.

Uelzen. Die Woltersburger Mühle startet ein neues Pilotprojekt.

Mit einer Summe von 25 000 Euro von der Bingo-Umweltstiftung Niedersachsen finanziert der Verein Integration durch Arbeit (IDA) die Arbeit von sechs Honorarkräften und das Material für das Programm „NaturErlebnisRaum“ auf dem Mühlengelände. Vom 1. April bis 31. Oktober werden Waldpädagogen, Umweltwissenschaftler, Landschaftsingenieure und ein Förster Kinder, Senioren und alle Interessierten zu bestimmten Themen durch Wald und Wiesen führen. Wenn sich das Programm bewährt, kann noch einmal für ein bis zwei Jahre ein geringerer Betrag für eine Fortsetzung des Naturprojekts beantragt werden, berichtet Gerard Minnaard, Leiter des Vereins IDA.

Bei einer Auftaktveranstaltung am Sonntag, 30. März, zwischen 14 und 16 Uhr stellt das Umweltteam sich an der Woltersburger Mühle vor. In der Region gebe es kein Programm dieser Art, weiß Minnaard, daher sei sein Antrag erfolgreich gewesen. Ansprechen will das Team insbesondere Schulklassen aller Altersgruppen und Schulformen. „Dass Kinder in der freien Natur spielen, nimmt ab“, sagt Lehrerin Sigrid Salomo. Und auch Gänge in die Natur würden für Unterrichtsfächer nicht mehr vorgegeben. „Artenkenntnis ist nicht mehr vorhanden“, stimmt ihr Diplom-Ingenieurin Ina Thon zu. Werden Kindern Insekten oder andere Lebewesen gezeigt, komme oft ein „Iiiih, das fass’ ich nicht an“, erklärt Sigrid Salomo, „Kinder sind total entwöhnt, das merkt man.“ Auch Caroline Rothe weiß: „Es ist viel erreicht, wenn die Wahrnehmung geschult wird und vielleicht beim nächsten Spielen von den Kindern aufgegriffen wird.“

Freitags von 14 bis 16 Uhr gibt es speziell für Senioren Veranstaltungen, an verschiedenen Sonnabendnachmittagen für Kinder und sonntags von 14 bis 16 Uhr für alle am Naturleben Interessierten. Lebensraum, Wald, Wasser, Wiesen und Insekten sollen erkundet werden. Den Auftakt bildet am 4. April das Thema Frühblüher mit Umweltwissenschaftlerin Nicola Mahnke, am 5. April Nistkästen mit Waldpädagogin Caroline Rothe und am 6. April „Frühling im Wald“ mit Förster Jörg Becker.

Von Diane Baatani

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