WeihnachtsZauber und Adventskalender locken Massen an

„Nähe schafft Gemütlichkeit“

Gestern Abend, 18.13 Uhr: Das erste Türchen ist geöffnet – Dagmar Glemmes Werk kommt zum Vorschein.

Uelzen. Während die Dämmerung langsam hereinbrach, die ersten Glühweinrunden gereicht wurden und die Kirchturmuhr pünktlich zu 16 Uhr schlug, griff Bürgermeister Otto Lukat zum Mikrofon.

Vor Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Handel und Verwaltung eröffnete der Rathauschef offiziell den Uelzener Weihnachtsmarkt.

„Nähe schafft Gemütlichkeit“, rief Lukat den Gästen zu. Eine Aussage, mit der das Stadtoberhaupt auf die „komprimierte Fläche“ hinwies, auf der sich der WeihnachtsZauber in diesem Jahr präsentiert. Konkret: Die Gassen rund um das Alte Rathaus und St. Marien, die Veerßer Straße und der Herzogenplatz bilden das Herzstück des Marktes. Die Lüneburger Straße wurde ausgespart – die Bauarbeiten am ehemaligen Uelzer Hof lassen weihnachtliches Flair nicht zu.

Launige Eröffnung: Mit einem Kirsch-Punsch in der Hand gab Bürgermeister Otto Lukat den Startschuss zur „5. Uelzener Jahreszeit“. Fotos: Huchthausen/Schulze

Während im vergangenen Jahr so mancher Tag im Advent verregnet war, zeigte sich das Wetter gestern zum Abend von seiner gnädigen Seite. Otto Lukat: „Knackig-kalt statt matschig-schmierig – das macht doch gleich viel mehr Spaß.“ Sprach’s und prostete allen Gästen zu. Ehe es auf den traditionellen Rundgang ging, bedankte sich der Bürgermeister bei Handelsverein, Verband der Uelzener Wirtschaft und den Marktbeschickern für die tatkräftige Unterstützung. „Ohne Sie wären WeihnachtsZauber und Adventskalender nicht möglich.“ Bei Letztgenanntem öffneten die drei Engel vor hunderten Besuchern das erste Türchen. Nach dem obligatorischen Trompetenblasen trat Propst Jörg Hagen vor die Menschenmenge. „Der November ist fast geschafft, der unbeliebteste Monat liegt damit hinter uns. Wir gehen über in den Dezember – auf der Hitliste der Beliebtheit ganz oben angesiedelt. Obwohl der Dezember meteorologisch eigentlich noch viel dunkler ist“, sagte der Propst. Die Dunkelheit und die Zeit des Wartens auf das Fest der Geburt Jesus ließen die Menschen zusammenrücken. „Es ist eine besondere Atmosphäre von Gemeinsamkeit und Gemeinschaft. Diese Atmosphäre ist bis zum Heiligen Abend täglich hier vor dem Alten Rathaus zu spüren“, verkündete Jörg Hagen. Es gelte, in den Wochen des Advents ein Lächeln zu wagen, sich Zeit zum Gespräch zu nehmen und gemeinsam zu warten. „Es sind die Tage und Wochen des Vorbereitens – im Inneren wie im Äußeren“, so der Propst.

Dass die allabendliche Zeremonie am Uelzener Adventskalender auch überregional auf großes Interesse stößt, zeigt die heutige Live-Schaltung in der NDR-Sendung „Hallo Niedersachsen“. Ab 19.30 Uhr berichtet das Fernsehen von WeihnachtsZauber und Adventskalender aus der weihnachtlichen Uhlenköperstadt.

Von Andreas Becker

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