Verfahren gegen weiteres mutmaßliches Mitglied von Metalldiebesbande beginnt

Nachschlag im Kupfer-Prozess

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Gegen mehrere Angeklagte hat das Landgericht Lüneburg Urteile wegen Bandendiebstahls verhängt. Nun startet ein Prozess, gegen einen Mann, der aus Ungarn ausgeliefert wurde.

Uelzen. Einen Mammutprozess gegen eine Bande von Kupferdieben hat das Landgericht Lüneburg seit April hinter sich. Gegen einen weiteren mutmaßlichen Beteiligten wird dort am 18. November die Verhandlung eröffnet.

Zwölf Personen waren im Februar 2013 in Uelzen auf frischer Tat ertappt worden. Elf der in Uelzen Festgenommenen sind bereits verurteilt worden. Der 40-Jährige, gegen den das Gericht nun gesondert ein Verfahren eröffnet, war erst im Sommer aus Ungarn nach Deutschland ausgeliefert worden. Seit 7. Juni sitzt er in Untersuchungshaft.

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, in der Zeit vom 11. November 2012 bis 4. Dezember 2012 als Mitglied einer Bande, die aus mindestens elf weiteren Personen bestanden habe, bei verschiedenen Firmen im norddeutschen Raum, unter anderem im Landkreis Uelzen, Einbruchsdiebstähle begangen zu haben. Dabei seien Kupferkabel, Werkzeug und technische Geräte im Wert von mindestens 150 000 Euro entwendet worden. Der 40-jährige Angeklagte muss sich nun wegen Bandendiebstahls in zehn Fällen vor der 4. großen Strafkammer verantworten. Zur Hauptverhandlung sind 24 Zeugen geladen.

Bereits verurteilte Mitglieder dieser Metalldiebesbande hatten fast drei Monate lang seit November 2012 mit einer Serie von Einbruchsdiebstählen einen Gesamtschaden von fast einer halben Million Euro angerichtet, bis ihr Treiben ein jähes Ende fand: Nach einem versuchten Buntmetalldiebstahl auf dem Gelände eines Betriebs im Gewerbegebiet Im Neuen Felde in Uelzen hatten Einsatzkräfte der Polizei Uelzen sowie der Bundespolizei die Verdächtigen serbischer Herkunft im Alter zwischen 23 und 43 Jahren gestellt (AZ berichtete).

Einige der Männer sind wegen schweren Bandendiebstahls in bis zu 15 Fällen zu Gefängnisstrafen von vier Jahren und zwei Monaten bis zu fünf Jahren verurteilt worden. Der Prozess war durch die hohe Zahl an Verteidigern und Dolmetschern aufgefallen. Die Angeklagten wurden teilweise jeweils von mehreren Anwälten vertreten.

Von Diane Baatani

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