Nachbar des ehemaligen Katasteramts ist am Kauf interessiert

Parken am Stadteingang?

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Uelzen. Das Grundstück des ehemaligen Katasteramts in Uelzen steht weiterhin zum Verkauf. Der Eigentümer, ein Immobilienkaufmann aus Lüneburg, will darüber mit dem Nachbarn des Grundstücks verhandeln.

Dieser, Nikolaus Walther, könnte sich vorstellen, das Grundstück des ehemaligen Katasteramts zu erwerben, um es als Parkplatz für seine Mieter anzulegen, erklärt er auf AZ-Nachfrage. Das wäre jedoch unter anderem davon abhängig, ob die Stadt einer Nutzung als Parkplatz zustimmt, betont er.

Uelzens Stadtbaurat Karsten Scheele-Krogull berichtet, dass das Grundstück am Eingang zur Innenstadt nicht auf Dauer als Stellplatz zugelassen werde. Als Übergang, bis eine Bauphase beginnt, könne er sich aber einen Parkplatz dort vorstellen. „Wir sind froh darüber, wenn es vorangeht“, sagt Karsten Scheele-Krogull, „insbesondere, wenn der Nachbar Interesse hat, zeigt es ja, dass man weiterkommt.“ Die Stadt sei allerdings langfristig an einer Bebauung des Grundstücks interessiert.

Der bisherige Eigentümer des ehemaligen Katasteramts hatte während der Verhandlungen mit einem Abbruchunternehmen aus Lüneburg angeboten, das Grundstück als Sicherungshypothek auf die Abbruchfirma zu überschreiben. Da jedoch die Firma und ihr Uelzener Subunternehmen die Arbeiten eingestellt hatten, als nach ihrer Auffassung deutlich wurde, dass der Grundstückspreis unterhalb des mit 70 000 Euro netto vereinbarten Abbruchpreises liegen würde, war es gar nicht erst dazu gekommen. Die Firmen hatten ihre Arbeit unterbrochen, und im vergangenen September hatte ein anderes Unternehmen aus Winsen/Luhe den Schuttberg abgetragen. Das war am Mittwoch im Amtsgericht Uelzen deutlich geworden, bevor ein Verfahren wegen der Lagerung von gefährlichen Abfällen gegen den Eigentümer eingestellt worden war (AZ berichtete).

Nikolaus Walther kündigt unterdessen an, die Fassade der Immobilie neben dem Grundstück des ehemaligen Katasteramtes zu verputzen. Er plane, möglichst noch für dieses Jahr einen Auftrag für diese Arbeiten zu vergeben.

Von Diane Baatani

 

 

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