2,15-Millionen-Euro-Sanierung: Fahrzeuge rollen wieder durch Westerweyhe

Nach zwei Jahren freie Fahrt

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Ortsbürgermeister Karl-Heinz Günther (links) und Uelzens Bürgermeister Jürgen Markwardt gaben gestern offiziell die Ortsdurchfahrt Westerweyhe wieder für den Verkehr frei. 

Westerweyhe. Knapp über zwei Jahre Bauzeit, 2,15 Millionen Euro Gesamtkosten und eine Geduldsprobe für die Anwohner: Gestern wurde offiziell die Ortsdurchfahrt Westerweyhe wieder für den Verkehr freigegeben.

Laut Ortsbürgermeister Karl-Heinz Günther eine der größten Baumaßnahmen in einem der Uelzener Ortsteile seit Jahrzehnten. Dabei sei es zwar nicht immer einfach gewesen, es allen recht zu machen, aber am Ende sei ein gemeinsamer Weg gefunden wurden.

„Es bleibt viel Geld auch für die Anwohner, ist aber ein guttes Ergebnis“, sagt Uelzens Bürgermeister Jürgen Markwardt. Man habe mit den Anliegern bei den Straßenausbaubeiträgen viel gerungen und schließlich einen tragfähigen Kompromiss ausgehandelt, mit dem beide Seiten leben könnten. So zahlen die Anwohner laut Verwaltungschef 140 000 Euro weniger für die Gehwege und statt einer Beteiligung von 70 Prozent am Straßenausbau zahlen sie nur 40 Prozent. „Es ist schön geworden, aber auch eine ungeheure Belastung für Anlieger vor allem für junge Familien“, sagt beratendes Ortsratsmitglied Dieter Körding.

Auch Sascha Plachetka, Anwohner und Ortsratsmitglied, ist mit dem Ergebnis vor seiner Haustür zufrieden. So ist der Gehweg auf der Grundschulseite breiter geworden und die Beleuchtung sei besser. Anwohner der anderen Straßenseite, wo der Gehweg teilweise schmaler geworden ist, seien aber verständlicherweise nicht zufrieden. Dort könnte es jetzt zu Schwierigkeiten kommen, wenn man mit dem Auto von der Einfahrt auf die Straße fahren will, weil das Blickfeld eingeschränkt sei, so Plachetka. Die Anwohner als Gruppe hätten nicht vor, gegen die Bescheide vorzugehen. Ob einzelne Anlieger klagen, bleibe jeden selbst überlassen. „Mit den Kompromiss müssen wir leben. Jetzt sind wir gespannt, was am Ende als Rechnung für uns rauskommt“, so Plachetka.

Aus seiner Sicht müsse jetzt vor allem der Lkw-Verkehr im Auge behalten werden – vor allem in der Kurve an der Einmündung der Straße Stadtberg in die Straße Altes Dorf. Dort seien die Fahrer früher regelmäßig auf die Gehwege ausgewichen. Wenn dies immer noch der Fall sein sollte, müssten dort Poller aufgestellt werden, so Plachetka.

Bei dem zweijährigen Komplettausbau der Hugo-Steinfeld-Straße und der Straße Altes Dorf wurde die Fahrbahn auf sechs Metern hergestellt und ein Gehweg von 2,5 Metern auf der Seite der Grundschule sowie ein Schutzstreifen von 0,8 bis 1,30 Meter Breite auf der anderen gebaut. Außerden wurde die Straßenbeleuchtung komplett erneuert, Teile der Schmutzwasserkanalisation saniert und die Regenwasser-Kanalisation durchgängig hergestellt.

Von Lars Lohmann

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