1. az-online.de
  2. Uelzen
  3. Stadt Uelzen

Nach Urteil zu Kot-Briefen: Berufung wird eingelegt

Erstellt:

Kommentare

Aufnahme vom Prozessauftakt im Amtsgericht: 30 Taten wurden dem Uelzener vorgeworfen,  hier mit seinem Pflichtverteidiger Dirk Offermann und einem Justizangestellten.
Aufnahme vom Prozessauftakt im Amtsgericht: 30 Taten wurden dem Uelzener vorgeworfen, hier mit seinem Pflichtverteidiger Dirk Offermann und einem Justizangestellten. © AZ

Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch Pflichtverteidiger Dirk Offermann haben nach dem Urteil des Amtsgerichtes gegen einen Uelzener, der wegen Körperverletzungen, Beleidigung und Nötigung zu zehn Monaten Haft verurteilt worden war, Berufung eingelegen. Das bestätigen beide auf AZ-Anfrage.

Uelzen – Der Uelzener hatte mit Kot beschmierte Schreiben in den Briefkasten des Amtsgerichtes platziert, warf sich auf einen Richter, verfasste beleidigende E-Mails unter anderem an Landrat Dr. Heiko Blume und soll einen Radfahrer geschlagen haben.

Ein Gutachter war zu dem Ergebnis gekommen, der Uelzener sei nur vermindert schuldfähig, was beim Urteil berücksichtigt wurde. Dennoch sah das Gericht keinen Spielraum für eine Bewährung, da der Angeklagte einschlägig vorbestraft war. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von einem Jahr und sechs Monaten gefordert Offermann ein Jahr auf Bewährung.

Der Pflichtverteidiger erklärt gegenüber der AZ, die Berufung beziehe sich auf die Frage der Bewährung sowie auf den Anklagepunkt zum Radfahrer sowie zu einem Vorfall mit einer E-Scooter-Fahrerin.

Auch interessant

Kommentare