Ermittlungen abgeschlossen

Nach rätselhaftem Tod von Familienhund „Bary“: Jetzt steht Ursache fest

Bary war der Familienhund der Familie Gemmingen von Massenbach aus Westerweyhe. Am Freitagabend kam er unter bisher ungeklärten Umständen zu Tode. Foto: privat
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Bary war der Familienhund der Familie Gemmingen von Massenbach aus Westerweyhe.
  • Lars Becker
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Die Ermittlungen zum zunächst rätselhaften Tod von Hund „Bary“ sind abgeschlossen: Der Mischling aus Boxer und Rhodesian Ridgeback starb nach dem Obduktionsbefund der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) durch die Einwirkung von stumpfer Gewalt.

Uelzen-Westerweyhe – Das entsprechende Gutachten hatten Barys Besitzer, Familie Gemmingen von Massenbach, in Auftrag gegeben, weil sogar befürchtet worden war, dass der Vierbeiner erschossen oder erstochen worden sein könnte.

Dieser Verdacht bestätigte sich nicht. Es seien keinerlei Rückstände eines Geschosses oder eine entsprechende Wunde gefunden worden, sagte Polizeisprecher Kai Richter am gestrigen Freitag im AZ-Gespräch. Dem war schon ein Ortstermin mit Barys Besitzern vorausgegangen. „Ja, wir haben uns bereits mit der Familie ausgetauscht“, so Richter.

Keine Hinweise auf eine Schussabgabe

Bei der Obduktion des zehn Jahre alten Familienhundes, der am 29. Januar wie jeden Abend eine Runde vom Westerweyher Industriegebiet aus in Richtung Waldstück gedreht hatte und nicht mehr zurückgekehrt war, seien ein massiver Bruch des Beckens, eine Verletzung der Brustwand sowie schwere innere Verletzungen festgestellt worden.

„Wir gehen davon aus, dass das Tier auf der Bahnstrecke Uelzen-Munster/Soltau mit einem durchfahrenden Erixx-Zug kollidiert ist. Das Grundstück befindet sich in Gleisnähe, auch von der Uhrzeit her passt das. Insofern ist es nicht unwahrscheinlich, dass der Hund angefahren worden ist. Es gibt keinerlei Hinweise darauf, dass er erschlagen oder geschlagen worden ist. Auch auf eine Schussabgabe gibt es nach allen Ermittlungen keinen Hinweis“, so Polizeisprecher Richter.

Familie Gemmingen von Massenbach, die Bary schon als Welpe mit zehn Wochen zu sich nach Hause geholt hatte, hat nun zumindest die etwas tröstliche Gewissheit, dass ihr Liebling nicht etwa das Opfer einer Straftat oder gar einer tragischen Verwechslung mit einem Wolf geworden ist.

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