Schulen bereiten Unterricht vor

Nach Corona-Pause: Uelzens Lehrbetriebe planen Sicherheitsmaßnahmen

Noch sind die Klassenräume leer. Doch schon bald soll auch in Uelzens Schulen der Unterricht wieder aufgenommen werden.
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Noch sind die Klassenräume leer. Doch schon bald soll auch in Uelzens Schulen der Unterricht wieder aufgenommen werden.

Uelzen/Landkreis – Verwaiste Klassenräume, leere Pausenhöfe: Mehrere Wochen blieben die Schulen geschlossen. Doch nun soll der Unterricht ab dem 27. April schrittweise wieder hochgefahren werden, darauf einigten sich Bund und Länder.

Zuerst sollen unter anderem die Abschlussjahrgänge wieder im Präsenzunterricht lernen, während andere Jahrgänge mit Pflichtaufgaben im Homeschooling versorgt werden.

Die AZ sprach mit mehreren Schulen in Stadt und Landkreis Uelzen über die laufenden Vorbereitungen.

Herzog-Ernst-Gymnasium

Aufgrund des Übergangs vom G8- zum G9-Modell finden in diesem Jahr nur in ausgewählten Schulen Abiturprüfungen statt – so verabschiedet das HEG erst im nächsten Jahr wieder Abiturienten. Doch die Vorbereitung läuft: Als Erstes gehen die Schüler des 12. Jahrgangs in die Qualifikationsphase – unter Einhaltung von Sicherheitsmaßnahmen.

Als „interessante Idee“ bezeichnet Schulleiterin Gabriele Diedrich etwa das sogenannte „umschichtige Unterrichten“, bei dem Klassen aufgeteilt und in wöchentlichem Wechsel unterrichtet werden. So soll der nötige Abstand gewährleistet werden. Hierfür befinde man sich derzeit in der Planung.

Eine große Aufgabe sei zudem der Unterricht für die Schüler, die vorerst zu Hause bleiben müssen: „Wir müssen alles digitalisieren, das ist schon eine Herausforderung“, so Diedrich. Trotzdem begrüßt sie die Wiederaufnahme des Unterrichts: „Es ist schon wichtig, dass die Kinder schrittweise zum Alltag zurückgeführt werden.“

KGS Bad Bevensen

Christel Auer, Schulleiterin der KGS Bad Bevensen, beabsichtigt die konsequente Umsetzung der Vorgaben durch das Kultusministerium. „Wer die Abstandsregeln nicht einhält, bekommt ernsthaften Ärger“, verspricht die Pädagogin auf AZ-Nachfrage. „Wir wollen den Stundenplan so umstrukturieren, dass wir das umschichtige Unterrichten durchführen können.“ Denn mit 30 Schülern pro Klasse lassen sich die Abstandsregeln nicht einhalten. Bereits Anfang dieser Woche sei außerdem einiges bestellt worden, um die Hygieneregeln einzuhalten, berichtet Auer weiter.

Oberschule Bad Bodenteich

Die Oberschule Bad Bodenteich hat eine Arbeitsgruppe gebildet, die jetzt die Vorgaben des Kultusministeriums umsetzen soll. „Das sind 15 Seiten Papier, die wir kreativ mit Inhalt füllen“, sagt Schulleiterin Mingo Hartmann im AZ-Gespräch. „Wir müssen sehen, wie wir mit unseren Möglichkeiten die geforderten Rahmenbedingungen erfüllen können.“

Oberschule Ebstorf

Auch in Ebstorf will man auf die Wiedereröffnung der Schulen vorbereitet sein. „Wir haben eine Checkliste angelegt, und die arbeiten wir gerade ab“, sagt Schulleiterin Heike Matthies. Diese beinhaltet unter anderem das Bereitstellen von Desinfektionsmitteln an den Eingangstüren der Schule. Zudem wolle man den Lehrbetrieb mit wenigen Lerngruppen aufnehmen, die an verschiedenen Tagen gestaffelt mit Schwerpunkt auf die Prüfungsfächer Deutsch, Mathematik und Englisch unterrichtet werden.

Darüber hinaus wurde der Schulserver IServe eingerichtet, um das Lernen von zu Hause leichter zu machen. Matthies betont jedoch: „Den Eltern muss klar sein, es wird ein anderer Unterricht sein.“

VON ANDREAS URHAHN UND DANIEL BIELING

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