Achtes „Trompeten & Co“-Konzert füllt den Ratssaal Uelzen

Musiker hauen auf den Tisch

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Unter der Leitung von Daniel Orthey spielten vier Jugendliche „Eine kleine Tischmusik“.

Uelzen. Das jährliche Konzert im Rathaussaal „Trompeten & Co“ ist Garant für fetzige Musik aus Jazz, Rock, Pop und mehr.

Nicht nur das Programm der Kreis- und Musikschule Uelzen ist vielseitig, sondern auch die rund 50 Mitwirkenden, die in verschiedenen Gruppen und Ensembles spielen. Jugendliche Spielfreude und Souveränität der älteren Semester vereinen sich und reißen mit, sodass man bedauert, dass die pralle Stunde so schnell herum ist. Genauso war es auch am vergangenen Sonntag beim achten Konzert im sehr gut besuchten Rathaussaal.

Die Anzahl der Trompeten ist eher beschränkt. Nach der Funktion ihrer Tonerzeugung und Bauart wirken weitere Instrumente vor allem aus der Gruppe der Aerophone (Luftklinger), Idiophone (Selbstklinger), Membranophone (Fellklinger) und Elektrophone mit – wenn es aus dieser Sicht betrachtet wird und nicht aus den Instrumentengruppen. Also Posaunen, Schlagzeug, E-Gitarre, E-Piano, Tuba und auch Saxophon. Das aber nebenbei. Und jedes Ensemble hatte seine Highlights, die das Publikum begeisterten, was auch am Applaus zu erkennen war, der von „artig“, über „kräftig“, „begeistert“ bis hin zu „prasselnd“ reichte.

So beeindruckte das Schlagzeug-Ensemble unter Leitung von Daniel Orthey mit Menkes „Eine kleine Tischmusik“. Mit präzisem Rhythmus und Metrum glitten die Sticks der fünf Mitspieler kraftvoll auf einen Tisch. Denkbar wäre auch, Kochlöffel zu nehmen und sich eine Kochmütze aufzusetzen…

Keine Frage, beim „Happy Flower Power“, einem Medley von Hits der 60er und der 70er im Arrangement und unter Leitung von Michael Bültge, gespielt vom vorwiegend weiblichen Ensemble, stieg vor allem auch die Begeisterung in der Generation mittleren Alters. Besonders Füße und Beine gerieten in Bewegungen. Unter gleicher Leitung spielte die Big Band und fesselte vor allem mit ihrer Krimifilmmusik, wie Goldfinger und Co. Auch zwei junge Herren hatten ihr Debut am Schlagzeug und bewiesen, dass sie beim Leiter Siegfried Fink viel gelernt hatten.

Im Blechbläser-Ensemble unter Leitung von Christoph Strieder wirken vorwiegend erfahrene Herren mit – solide, im guten Miteinander. Toll musizierte die Rock-Pop-Band „Three A Pair“ unter Impuls- und Tippgeber Wolfgang Wierzyk. Ob eher balladig oder flott, sie wirkten sehr überzeugend. Super war „A Thousand Years“ von Christina Perry. Die beiden Sängerinnen fesselten nicht nur durch ihren Gesang, sondern auch durch strahlendes Lächeln und Lockerheit, was manchem Mitwirkendem etwas fehlte. Ein bisschen mehr Körperbewegung dürfte ruhig sein.

Rundum: prima. „Trompeten & Co“ – bitte weiter so. Gerne auch mal anderswo im Landkreis.

Von Ute Bautsch-Ludolfs

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