Mietvertrag unterschrieben: Der Heimatverein zieht in die Fußgängerzone

Ein Museum in der Uelzener City

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Ein Vertrag in weißen Mappen: Otto Lukat (links) und Daniel Fildebrand.

Uelzen. Der Vertrag ist unter Dach und Fach: Am gestrigen Freitag unterzeichnete der Museums- und Heimatverein in den Räumen der ehemaligen Stadtsparkasse in der Fußgängerzone den Mietvertrag über 727 Quadratmeter Ausstellungsfläche und 495 Quadratmeter Magazin im Keller.

Otto Lukat, Vorsitzender des Vereins, sprach von einem „historischen Tag für uns“.

Der Vertrag gilt vom 1. Januar an und hat eine Laufzeit von 16 Jahren. Hinzu kommt die Option, zweimal um je fünf Jahre zu verlängern. Damit ist das Museum, das derzeit noch im zum Verkauf stehenden Schloss Holdenstedt untergebracht ist, aber noch nicht umgezogen. 2019 wird genutzt, um das Magazin mit Exponaten der Uelzener Geschichte von Holdenstedt in die Innenstadt zu bringen. „2020, zum 750-jährigen Stadtjubiläum, wird dann das Museum geöffnet sein“, sagt Lukat. „Wir haben jetzt den Vertrag unterzeichnet. Und müssen jetzt etwas beweisen.“

Ersten Plänen nach wird das Erdgeschoss auch museumspädagogisch hergerichtet und ein außerschulischer Lernort sein. Mit Leichtbauwänden soll zentral ein Platz für Sonderausstellungen entstehen. Im kleinen Garten hinter dem Gebäude sollen etwa Exponate aus dem Holdenstedter Schlosspark aufgestellt werden. Und im Keller finden sich Garderobe und Toilettenräume.

Museumsleiter Ulrich Brohm betonte, dass der Museumsbetrieb in Holdenstedt noch bis Oktober 2019 weiterlaufe. An der Bahnhofstraße wird unterdessen im ersten Quartal 2019 noch Inventar der Sparkasse geräumt. Überdies werden 2019 die Geldautomaten der Sparkasse aus dem Foyer in den ehemaligen Telefonladen an der Fußgängerzone umziehen.

Vermieter und Mieter waren sich am Freitag einig, dass sie mit diesem Schritt auch einen wichtigen Baustein für das Stadtmarketing legen wollten. „Monetäre Aspekte standen bei den Mietverhandlungen nicht im Vordergrund“, sagte Daniel Fildebrand für die Grundstückgesellschaft Bahnhofstraße Verwaltungs-GmbH. „Wir hoffen sehr, dass Uelzen dadurch mehr an Attraktivität gewinnt.“

Bei seinem Umzug in die Innenstadt geht der Museumsverein mit hohen Summen um. „Wir werden einen Haushalt von 165 000 Euro haben“, sagte Lukat. Der Zuschuss der Stadt erhöht sich auf jährlich 50 000 Euro, hinzu kommen etwa Mittel des Landkreises oder von Groß- und Kleinspendern und Eintrittserlöse. Außerdem steuert der Verein rund 15 000 Euro aus eigenen Erträgen bei.

Von Christian Holzgreve

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