Arbeitsgemeinschaft Innenstadt beschließt Gestaltung für die Bahnhofstraße

Murmelbach in Stadtmitte

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Mit einem gewundenen Bach und mehreren Sitzelementen soll die Bahnhofstraße verschönert werden.

Uelzen. Die Arbeitsgemeinschaft Innenstadt hat ein Konzept für die Gestaltung des Bahnhofstraßen-Abschnitts zwischen Turmstraße und Pastorenstraße abgesegnet. Das hat die Stadt jetzt nach der vergangenen Sitzung des Verwaltungsausschusses erklärt.

Betroffen sind etwa 60 Meter zwischen den Kreuzungen zu Pastorenstraße/Achterstraße und Turmstraße/Rosenmauer.

Der städtische Baudezernent Karsten Scheele-Krogull stellte die Pläne vor. Demnach habe man sich bei dem Entwurf auf fließende Formen, einen mäandernden Wasserlauf mit einem Quellbereich und Sitzmöglichkeiten konzentriert. „Das ist natürlich inspiriert von der Farb- und Formgebung des Hundertwasser-Bahnhofs“, sagt Scheele-Krogull. Allerdings wolle man den Künstler nicht imitieren. Würde man dessen Wert im gesamten Stadtgebiet nachmachen, verliere der Bahnhof seine herausragende Stellung, meinte Bürgermeister Otto Lukat.

Scheele-Krogull schildert sichtlich zufrieden die Details des Projektes: kleine Brunnenbereiche, in denen das Wasser terrassenartig herabfließt, eingefügte Findlinge, kleine Brücken und ein Bach, der zwischen den Brunnenbereichen fließt. „Damit können auch die Kinder ihre Papierschiffchen dort fahren lassen“, sagt der Baudezernent mit einem Schuss Sinn fürs malerische Idyll.

Die bisherigen Bäume und Pflanzkübel würden dem neuen Bereich dann weichen, ebenso die Spielgeräte und Würfel vor dem Buchgeschäft Decius. Die Würfel würden dann wieder in dem neuen Grünbereich eingefügt werden. Das Ganze solle bis auf einen kleinen Teil mit drei Stufen barrierefrei sein, in der Arbeitsgemeinschaft Innenstadt wären auch ältere Gehbehinderte, die dem Plan zugestimmt haben. Das Projekt soll bis zum Spätherbst 2013 fertig sein, meint Scheele-Krogull. Nacheinander würden die Bereiche vor den Häusern umgestaltet. 200000 Euro stehen zur Verfügung, 75 Prozent davon werden gefördert von europäischen Ziel-1-Mitteln. Diese Förderung läuft bald aus, also ist Eile angesagt: „Die Förderung wollen wir uns natürlich nicht entgehen lassen“.

Das Votum in der AG Innenstadt sei einstimmig gewesen – was den Baudezernenten und den Bürgermeister freut. „Gerade bei solchen Maßnahmen ist es wichtig, dass es auf breiter Basis geschieht“, sagt Lukat.

Parallel dazu hat der Verkehrsverein beschlossen, einen Architektenwettbewerb auszuloben für den Bau eines Verkehrsturms an der Marktstraßenkreuzung am Alten Rathaus. Auch das hat der Bau- und Verwaltungsausschuss abgesegnet. Künstler sind aufgerufen, sich zu beteiligen.

Von Kai Hasse

Skizzen über das Vorhaben sind im E-Paper sowie in der Printausgabe zu sehen.

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