Mit einfacher Hygiene dem Coronavirus trotzen

Mundschutz wird knapp: Uelzener Apotheker mahnen zur Ruhe

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Mehrere Apotheken in Uelzen vermelden eine Mundschutz-Knappheit, warnen aber gleichzeitig davor, in Panik zu verfallen. „Der Hygieneschutz fängt anderen Stellen an“, meint etwa Matthias Vaupel von der Bären-Apotheke.

Uelzen/Suderburg – Der Coronavirus ist in aller Munde, die Lungenkrankheit forderte allein im Ursprungsland China bereits mehr als tausend Tote.

Die Angst vor der Ansteckung hat inzwischen auch Uelzen erreicht – ansässige Apotheken vermelden einstimmig eine zunehmende Knappheit an Schutzmasken.

Laut Jan Düning, Inhaber der Apotheke am Hambrocker Berg in Uelzen, besteht dieses Problem nicht erst seit ein paar Tagen. Da die meisten solcher Mundschutze in China produziert würden, sei es „sehr schwierig, welche zu bekommen. Man muss sich da schon hinterklemmen.“ Aktuell seien noch knapp 80 Stück da, einige wenige kämen nach. Dennoch rät Düning dazu, „den Ball flach zu halten.“ Denn im Grunde sei „das Coronavirus nicht großartig schlimmer als eine normale Grippe“ und daher eher für Leute mit zum Beispiel Immunerkrankungen gefährlich.

Das sieht Silke Habig von der Uelzener Apotheke am Stern ähnlich: Zwar könne sie zurzeit keinen Mundschutz anbieten, jedoch seien allgemeine Hygieneregeln wie regelmäßiges Händewaschen ohnehin viel wichtiger als ein Mundschutz, der ohnehin kaum Schutz biete.

Auch Matthias Vaupel von der Uelzener Bären-Apotheke versucht, die Gemüter zu beruhigen: „Es wird Panik geschoben, die gar nicht nötig ist.“ Ein kleiner Vorrat an Mundschutz sei zwar noch vorhanden, Vaupel hält die Maßnahme aber für wenig sinnvoll: „Der Hygieneschutz fängt an anderen Stellen an.“ Denn ein Mundschutz aus Papier müsse zum einen regelmäßig gewechselt werden, zum anderen sei kein Tröpfchenfilter vorhanden, der eine Infektion überhaupt verhindern könne.

Zu regelmäßigem Händewaschen und der Vermeidung von Menschenmengen anstatt zum Mundschutz rät auch Ralf Meinheit von der Adler-Apotheke in Uelzen. Zurzeit würden die Preise für Mundschutze explodieren, „Hamstern ist angesagt“, so Meinheit. „Auch wir kriegen keine Atemschutzmasken mehr“, berichtet außerdem Michael Resch von der Suderburger Wacholder Apotheke. Dennoch sei die Lage ruhig: „Die, die gefragt haben, konnten wir noch größtenteils versorgen.“

VON DANIEL BIELING

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