Abfallbetrieb kommt mit Reinigen kaum hinterher / Fremdfirma im Einsatz

Müllflut an Containern

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Gestern Mittag am Container-Standort Oldenstädter Straße: Zwei gefüllte Müllsäcke sind illegal abgelegt worden.

Uelzen/Landkreis. Besserung nicht Sicht – im Gegenteil: Seit Jahren klagt der Abfallwirtschaftsbetrieb Landkreis Uelzen (awb) über zugemüllte Glascontainer-Standorte.

Illegal werden Müllsäcke abgelegt oder es wird gleich ein Haufen Sperrmüll abgekippt, berichtet Andreas König, Abfallberater bei der awb.

Das habe sich mittlerweile derart verschlimmert, dass die Mitarbeiter der awb an manchen Standorten mit dem Reinigen kaum noch hinterherkommen. Ist der Müll weggeschafft, kippt wenig später der Nächste ab. „Deshalb haben wir für fünf Containerstandorte eine Fremdfirma engagiert“, sagt König. Die seien schwerpunktmäßig am Hammersteinplatz, an den Containern am Getränkemarkt „Hol ab (Johnsburg-Kreisel), an der Hauenriede, in Oldenstadt an der Tennishalle sowie in Bevensen (hinterm Bahnhof) im Einsatz. Dabei würden die Müllwerker, die alle zwei Wochen die Restmültonnen leeren, auch den Unrat an den Glascontainern mitnehmen. Manche Standorte steuert awb wöchentlich an. Es sei ein Kampf gegen Windmühlen, so König.

Die Extra-Kosten für die Reinigung der Standorte flössen in die allgemeine Kalkulation für die Müllgebühren ein und werden auf die Allgemeinheit umgelegt. Dabei drohen durchaus empfindliche Strafen, wenn jemand erwischt wird. Faustregel: „Eine Kofferraumladung blauer Müllsäcke kostet ein Bußgeld von ein paar Hundert Euro“, weiß König. Entsprechend teurer wird es bei größeren Mengen oder gefährlichem Abfällen. Nur: Die Aufklärungsquote ist mau. Vergangenes Jahr wurden zwei Täter ermittelt. Und das auch nur, weil sich persönliche Dokumente mit im Müll befanden.

Von Jens Schopp

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