Uelzen nimmt „Sünder“ ins Visier

„Hey, warum wirfst du deinen Müll neben den Container?“

Das Plakat soll aufrütteln – die Betrieblichen Dienste der Hansestadt montieren es in den nächsten Wochen an allen Container-Standorten.
+
Das Plakat soll aufrütteln – die Betrieblichen Dienste der Hansestadt montieren es in den nächsten Wochen an allen Container-Standorten.

Die Hansestadt Uelzen appelliert jetzt an den ersten Standorten von Glas- und Altkleidercontainern mit provokanten Schildern an Müllsünder, das eigene (Fehl-) Verhalten zu hinterfragen.

Uelzen – Den Ankündigungen der Verwaltung – etwa beim „Spaziergang für die Sauberkeit“ mit dem Bürgermeister – folgen nun Taten: Die Hansestadt Uelzen lässt über die Betrieblichen Dienste an allen Standorten von Glas- und Altkleidercontainern Schilder mit provokanten Sprüchen montieren, die potenzielle Müllsünder bei der Ehre packen und vom illegalen Entsorgen abhalten sollen. Eine Videoüberwachung kann die Hansestadt vor allem aus Datenschutzgründen dort bekanntlich nicht umsetzen.

Wie regelmäßig berichtet und von Lesern moniert, werden immer wieder an den Containern Abfälle aller Art entsorgt, was auch hohe Kosten verursacht. „Trotz erhöhter Reinigungsintervalle oder Kontrollen auch in den späten Abend hinein bleibt das Problem. Wir wollen an das Gewissen appellieren – und zwar in eher ungewohnter Art“, sagt Bürgermeister Jürgen Markwardt.

Vermüllung über QR-Code direkt melden

„Hey, warum wirfst du deinen Müll neben den Container?“, fragt die Stadt – und liefert gleich drei Antworten mit: „Weil mich Umweltschutz nicht interessiert“, „Weil mir meine Mitmenschen egal sind“ und „Weil ich ein Vollpfosten bin“.

Gleichzeitig bieten die Schilder mit einen QR-Code die Möglichkeit, wilden Müll und Müllsünder sofort zu melden. „Hier setzen wir weiter auf die Mithilfe aus der Bevölkerung“, so Markwardt.

Erläuterungen in sieben Sprachen

Ein kleineres Schild darunter klärt in sieben Sprachen – Deutsch, Englisch, Französisch, Russisch, Arabisch, Türkisch und Farsi – darüber auf, dass kein Müll neben die Container gekippt werden darf.

„Natürlich werden die Schilder, die in den nächsten Wochen überall platziert werden, die Situation nicht grundlegend ändern – sie können aber einen Beitrag leisten“, sagt Ute Krüger, verantwortlich für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare