Abgelegene Stellplätze auf dem Prüfstand

Müll an Containern: Stadt Uelzen greift durch

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Alte Schuhe, kaputte Fahrradschläuche, Plastikeimer, Restmüll – immer wieder werden Stellplätze von Altglascontainern wie an der Luisen- oder an der Albrecht-Thaer-Straße in Uelzen für eine illegale Müllentsorgung missbraucht. 

Uelzen – Auf den ersten Blick sind sie nicht zu sehen. Erst beim Herantreten kann man sie zwischen den aufgestellten Containern für Altglas an der Albrecht-Thaer-Straße in Uelzen entdecken: zwei abgestellte Plastiktüten, gelb und weiß, gefüllt mit Unrat.

In einer der Tüten steckt ein kleiner Eimer. Nichts, was an dieser Stelle etwas verloren hätte. Unbekannte haben den Container-Standort als Müllhalde missbraucht – wieder einmal. Jetzt will die Hansestadt Uelzen auf die illegale Müllentsorgung an Container-Plätzen reagieren.

Bernd Hinz, Stadtverwaltung Uelzen

An Altglas- und Altkleidercontainern ist schon viel abgelegt worden: Schrott, Stühle und sogar eine Toilette, wie am Standort Krempelweg in Veerßen. Dabei fällt auf: „Dort, wo es keine soziale Kontrolle gibt, ist die Verschmutzung häufiger“, schildert Bernd Hinz beim jüngsten Spaziergang in Sachen Sauberkeit der Hansestadt Uelzen.

Jürgen Markwardt, Bürgermeister Uelzen

Heißt: Wenn die Container an Orten stehen, an denen es in unmittelbarer Nähe keine Wohnbebauung gibt und die Gefahr, beim illegalen Abladen beobachtet zu werden, damit geringer ist, kommt es häufiger zu einem Missbrauch der Plätze. Bürgermeister Jürgen Markwardt nennt als Beispiel den Container-Stellplatz am Albrecht-Thaer-Gelände. In der Konsequenz erwägt die Stadt nun, an solchen Orten die Container wegnehmen zu lassen.

Wie viele und welche Plätze das genau betreffen wird, dazu gibt es bislang noch keine Aussage der Hansestadt. Es werden Gespräche mit dem Landkreis geführt, heißt es vonseiten der Stadt. Die Müllentsorgung fällt in dessen Aufgabenbereich. Nach Auskunft des Landkreises gibt es im Uelzener Stadtgebiet zurzeit 26 Standorte für Altglascontainer, 15 davon allein im Stadtkern.

Sichergestellt werden soll aber, dass eine Entsorgung von Altglas auch künftig noch ohne größeren Aufwand möglich ist.

VON NORMAN REUTER

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