Programm zur Umweltbildung für Kinder und Erwachsene

Mühle eröffnet Natur-Sparte

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Sigrid Salomo, Gerard Minnaard, Caroline Rothe und Gesa Bokelmann starten im März mit einem neuen Naturerlebnisangebot.

Uelzen. Die Natur kennenlernen können Kinder, Jugendliche und Erwachsene künftig auf dem Gelände der Woltersburger Mühle.

In Zusammenarbeit mit dem Naturschutzbund (NABU) und dem Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) werden dort Workshops und Führungen zu speziellen Natur-Themen angeboten. Eine sechsköpfige Gruppe von Freiberuflern und Ehrenamtlichen hat sich für die Naturerlebnisangebote zusammengefunden. Die Mitglieder wollen ihre Erfahrungen im Bereich Umweltbildung nun weitergeben und damit eine weitere Sparte an Aktivitäten an der Mühle eröffnen.

„Solche Projekte werden gerne angefragt von den Schulen, vor allem von Grundschulen“, weiß die pensionierte Lehrerin Sigrid Salomo, die während ihrer Zeit an der Sternschule einen Tag pro Woche am Regionalen Umweltbildungszentrum im Gut Sunder im Landkreis Winsen/Aller tätig war. Der Kreis Uelzen ist in diesem Bezug jedoch noch ein weißer Fleck, die Entfernung zum nächsten Umweltbildungszentrum sehr groß.

Daher startet im März ein neues Programm bei der Mühle, das Schulklassen und Gruppen aus Kindergärten, private Familien oder andere Gruppen und Interessierte besuchen können. Neben Sigrid Salomo gehören auch die freiberufliche Waldpädagogin Caroline Rothe, die Anleiterin im Gartenbereich der Produktionsschule Gesa Bokelmann, der ehemalige Konrektor und Biologie-Lehrer Rüdiger Klein, Diplom-Ingenieurin Ina Thon und Heilkräuterspezialistin Johanna Herzog zum Team. Vom Nistkasten-Bau über Frühlings-Wildkräuterspaziergänge bis zu Naturerlebnisführungen reicht die Spanne, auch Ferienaktionen vom NABU und monatliche Treffen einer Kindergruppe gehören zum Programm. Die niedersächischen Landesforsten sind ebenfalls daran beteiligt, da sie für die Flächen neben dem Gelände zuständig sind.

Parallel dazu bemüht sich der Initiator der Mühle, Gerard Minnaard, um Projektmittel für eine halbe Stelle und gegebenenfalls zusätzlich eine geringfügige Stelle für Umweltbildung. „Ich finde es ganz toll, dass die Idee von dem NABU und dem BUND begrüßt wurde“, sagt Minnaard. „Wir haben vor, langfristig ein größeres Konzept zu entwickeln.“ Dazu möchte er Zuschüsse bei der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung beantragen. „Das Gelände bietet sich an, es liegt mitten in der Natur“, sind sich Caroline Rothe und die anderen einig. Zugleich sei es gut erreichbar und biete durch das Café und die Werkstatt zusätzliche Möglichkeiten.

Von Diane Baatani

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