Oldenstädter Pastor Frank-Peter Schultz bereist erneut das Land: Es geht ihm um die Menschen

Mit dem Motorrad durch Marokko

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Pastor Frank-Peter Schultz will bei seiner Reise durch Marokko wieder mit den Menschen in Gespräch kommen und hören, wie sie ihr Leben bestreiten. 

Uelzen – Er hat wieder sein Bündel geschnürt. Der Oldenstädter Pastor Frank-Peter Schultz wird ein weiteres Mal mit dem Motorrad nach Nordafrika aufbrechen und Marokko bereisen. Das Land fasziniert ihn wegen der Geschichte und archäologischer Funde.

„Mich hat ein kleiner Virus gepackt“, formulierte einst Schultz. Bei seiner anstehenden Reise hat er aber weit mehr im Sinn – es geht ihm auch um Hilfen für die Menschen im Land.

Mit dem Motorrad erreicht Schultz entlegene Gegenden Marokkos. Er kommt mit den Bewohnern ins Gespräch, beispielsweise bei „Djebel Irhoud“. 2017 wurden dort 300 000 Jahre alte Überreste eines Homo sapiens entdeckt. Ein sensationeller Fund, der den Ort zu einer touristischen Anlaufstelle werden lassen könnte. Doch die Menschen haben dort vor allem Sorgen.

Sie lebten vom Ackerbau, doch ihre Pflanzen werden durch die Sprengungen einer Bergbaufirma von Staub bedeckt, berichtet Schultz. „Was bleibt, ist Frust, ihre Lebensgrundlage zu verlieren“, so der Pastor.

Die Sahelzone ist einer der ärmsten Landstriche Afrikas. Männer, Frauen und Kinder flüchten gen Norden auch nach Marokko. Es kommt auch zu religiöser Verfolgung. Die evangelischen Gemeinden Marokkos würden von hunderten vertriebenen evangelischen Christen aus der Sahelzone um Hilfe gebeten, weiß Schultz.

Eine Gemeinde, die solche Hilfegesuche zuhauf bekommt, ist jene in Fez. Schultz wird die evangelische Gemeinde besuchen, wie er ankündigt, will Gespräche führen und auch etwas dort lassen: „Eine Unterstützung aus Uelzen für die Flüchtlingsversorgung“.

Mit einer Kamera will er die Situation der Menschen bei „Djebel Irhoud“ sowie in Fez in Bildern festhalten und auch das Innenministerium Marokkos über seine Eindrücke informieren. „Öffentlichkeit muss hergestellt werden“, findet der Oldenstädter Pastor.

VON NORMAN REUTER

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