Förderverein wirbt mit verlässlicher Betreuung der Kinder von 8 bis 16 Uhr

Molzen kämpft um seine Schule

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Der Grundschule in Molzen fehlt es an Nachwuchs. Sieben Kinder, die im kommenden Jahr eingeschult werden, leben im Einzugsbereich. Zurzeit besuchen 62 Kinder die Dorfsgrundschule.

Uelzen-Molzen. Molzen kämpft um seine Grundschule: Der Förderverein der Grundschule will dem möglichen Tod auf Raten der Bildungs-Einrichtung im Uelzener Ortsteil nicht tatenlos zusehen.

Mit einer Werbe- und Infokampagne sollen potenzielle Grundschüler aus der Uelzener Stadtmitte in die beschauliche Schule gelockt werden. Die braucht es, um das Überleben der Grundschule zu sichern. In einer Informationsveranstaltung am Dienstagabend in der Schule waren rund 30 Eltern, Großeltern und Kommunalpolitiker der Einladung von Fördervereins-Vorsitzender Hella Nottorf gefolgt.

Am Dienstag hatte der Förderverein zu einem Infoabend geladen. Jetzt will man für die Schule werben.

Die Situation der Grundschule ist prekär: Für das kommende Schuljahr wohnen gerade einmal sieben Kinder im originären Einzugsbereich der Schule, wie die Leiterin Bärbel Brandt, die als Gast anwesend war, berichtete. 13 Schüler müssen pro Jahr mindestens an der kleinen Elementarschule angemeldet werden, damit eine dauerhafte Einzügigkeit gewährleistet ist. Werden in zwei aufeinanderfolgenden Jahren jeweils weniger als 13 Schüler aus dem Stadtgebiet in die erste Klasse einer Schule eingeschult, findet ab dem darauffolgenden Jahr keine Einschulung mehr an der Schule statt. Die Schule wird dann schnellstmöglich geschlossen.

Mit einer Öffnung der Schulbezirke, wie im vergangenen Monat vom Rat beschlossen, könnte Molzen Bestand haben. Denn ab Montag dürfen auch Kinder aus der Innenstadt an der Molzener Einrichtung angemeldet werden, sagt Ratsherr und Molzens Ortsbürgermeister Henning Gröfke in der Versammlung. Allerdings hat der Landkreis signalisiert, dass die Kosten der Schülerbeförderung steigen könnten, führen Kinder aus der Innenstadt an der Molzener Schule. Herausgestrichen wurde von Hella Nottorf, dass es jede Schulwoche in Molzen eine verlässliche Betreuung zwischen 8 und 16 Uhr (freitags bis 15 Uhr) gebe. Außer in Westerweyhe existiere auch an den anderen Uelzener Grundschulen eine Betreuung über den Mittag hinaus, so Stadtsprecherin Ute Krüger. Ende des Monats legen sechs Uelzener Grundschulen (außer Molzen und Veerßen), die ab kommenden Jahr in den Ganztagsbetrieb gehen, ihr Konzept vor. Ob die Schulen dann so eine umfangreiche Betreuung wie die Molzener gewährleisten, wisse man jetzt noch nicht, so Gröfke. Nun wollen Förderverein und Eltern ein Werbekonzept für die Molzener Schule ausarbeiten, um in der Stadt für die Schule zu „trommeln“.

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