Er wurde 1973 in der Kreisstadt geboren

Mola Adebisi - Ein Uelzener im Dschungel

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Mola Adebisi muss einige Kritik einstecken: Nicht nur Larissa Marolt beschimpft ihn nach seiner abgebrochenene Prüfung, auch im Internet muss sich der gebürtige Uelzener einiges anhören. Alle Infos zu "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" im Special bei RTL.de.

Uelzen/Murwillumbah - Mola Adebisi ist jetzt Dschungelcamp-Veteran. Millionen haben sein Aus bei "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" im TV verfolgt. Was kaum einer weiß: Mola ist ein waschechter Uelzener.

"Als erstes werde ich mir was zu essen holen und das in Ruhe genießen. Ich werde mir einen Hamburger holen, was ganz Schnödes", sagte Mola Adebisi nach seinem Rauswurf am Sonntag aus dem Dschungelcamp. Der ehemalige VIVA-Moderator war einer der elf Kandidaten der RTL-Sendung "Ich bin ein Star – holt mich hier raus!" und nicht nur das – der diplomierte Marketingkaufmann ist auch noch ein waschechter Uelzener.

Am 15. Februar 1973 erblickte Mola Adebisi in Uelzen das Licht der Welt. „Seine Eltern waren zum damaligen Zeitpunkt in Uelzen tätig“, schildert Molas Manager Claus Jungclaussen von der Hamburger Agentur A1-Team. Genauer gesagt: Molas Vater hat in Suderburg studiert. Irgendwas in Richtung Ingenieur, meint Jungclaussen. Vater und Mutter von Mola Adebisi stammen aus Nigeria. Dort sind auch Molas Geschwister geboren. Der spätere VIVA-Moderator ist der jüngste Spross seiner Eltern.

Als Mola Adebisi zwei Jahre alt war, zerbrach seine Familie

Doch das Familienglück der Adebisis währte nicht lange: Als Mola zwei Jahre alt war, trennten sich die Eltern und damit endete für den heute 40-Jährigen das Kapitel Uelzen. „Mit zwei Jahren ist Mola mit seiner Mutter nach Solingen gezogen“, schildert Jungclaussen. Dort wuchs er auf und ging zur Schule. 1993 wurde Mola Adebisi für den Musiksender VIVA als Moderator entdeckt.

Der Kontakt zur Mutter ist bestehen geblieben, zum Vater allerdings nicht. Die Krankenpflegerin ist inzwischen in Rente und lebt die meiste Zeit des Jahres in Nigeria. „Sie hat dort ein soziales Projekt“, sagt Jungclaussen.

Mola steht zum Shitstorm: "Habe ich zurecht kassiert"

Im Moment dürfte Mola Adebisi in Australien nicht nur die Landschaft genießen, sondern wird inzwischen erfahren haben, wie er bei den RTL-Zuschauern ankam. „Weichei“ und „Memme“ – im Internet wird fleißig über den gebürtigen Uelzener hergezogen, was wohl vor allem daran liegt, dass er seine Dschungel-Prüfung, die er gemeinsam mit Larissa Marolt ablegen musste, aufgrund von Stromschlägen und Maden auf dem Kopf vorzeitig abgebrochen hatte. Den so genannten „Shitstorm“ im Internet – wüste Beschimpfungen – habe er zurecht kassiert, gibt Mola Adebisi nach seinem Auszug aus dem Camp in Interviews zu.

Mola Adebisi und sein Manager widersprechen sich

„Wir hatten vorher vertraglich abgemacht, dass Mola nicht zu allen Prüfungen antreten wird“, verrät sein Manager und spricht von einem „sehr umfangreichen Vertrag“. Das Angebot, beim Dschungelcamp mitzumachen hatte Mola Adebisi übrigens nicht zum ersten Mal. „Die Anfrage gab es schon öfters“, sagt Jungclaussen. Schon in der zweiten und in der vierten Staffel sollte Mola dabei sein, hatte aber beide Male abgelehnt. Warum er dieses Mal dabei war? „Es war nicht nur ein reines monetäres Ziel“, sagt sein Manager. Mola Adebisi selbst gesteht jedoch im tz-Interview, dass das, was er im Dschungel verdiene, ein „großer Teil seines Jahres-Budgets“ sei.

Nach seinem Abschied aus Australien plant Mola mit RTL ein Automagazin für den Sender RTL Nitro. Seit letztem Sommer betätigt er sich übrigens auch als Gastronom: Im Naturschwimmbad Wolfssee bei Duisburg betreibt er eine Beachbar mit Imbiss. Dort kann Mola dann jederzeit den ein oder anderen Hamburger zu sich nehmen – schließlich hat er im Dschungelcamp vorwiegend mit Reis und Bohnen neun Kilogramm abgenommen.

Jörn Nolting

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