Erste Modell-Städte in Niedersachsen nach Ostern

Lüneburg schafft´s, Uelzen nicht

Der Lüneburger Marcel Müller fotografierte in der Salzstadt einen Sonnenbogen.
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Lüneburg schaffte es in der ersten Runde, als Modellstadt ausgewählt zu werden. die Inzidenz spielte eine große Rolle.
  • Norman Reuter
    vonNorman Reuter
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Das Land hat heute, Sonnabend, 3. April, im Benehmen mit den kommunalen Spitzenverbänden 14 Kommunen ausgewählt, die ab kommender Woche in Niedersachsen Modellprojekte zur Öffnung von Läden, Kultur und Außengastronomie starten können.  Uelzen hatte auch eine Bewerbung eingereicht, wurde aber zunächst nicht berücksichtigt. Dafür ist Lüneburg unter den ersten Modell-Städten.

Uelzen/Hannover ‒ Das sind die Kommunen, in denen von der kommenden Woche an, Geschäfte, Gaststätten, Kulturstätten und Fitnessstudios für Menschen öffnen können, wenn diese einen aktuellen negativen Corona-Test vorweisen können: Aurich, Achim, Braunschweig, Hansestadt Buxtehude, Cuxhaven, Einbeck, Emden, Hann. Münden, Hildesheim, Hansestadt Lüneburg, Nienburg/Weser, Norden und Oldenburg sowie die Samtgemeinde Elbtalaue.

Uelzen hatte sich ebenfalls als Modellstadt beworben, ist aber heute nicht zum Zug gekommen. Wie das Land mitteilt, spielte bei seiner Entscheidung der Inzidenzwert eine große Rolle: Angesichts der Pandemielage und den Risiken einer dritten Infektionswelle in Niedersachsen seien zunächst nur Kommunen zugelassen worden, die im Wesentlichen eine Inzidenz von 100 nicht überschreiten, heißt es in einer Mitteilung. 

Ministerpräsident Stephan Weil erklärt dazu: „Niedersachsen geht sehr umsichtig vor in der aktuell schwierigen Situation. Wir bleiben vorsichtig. Aber wir wollen einem neuen System mit Testen, Besucherlenkung und AHA-Regeln eine Chance geben. Wir brauchen Perspektiven.“

Die Nachbarstadt Lüneburg soll noch am heutigen Sonnabend ein Bescheid dazu bekommen, dass sie ausgewählt wurde. Wie die Hansestadt Lüneburg vorab erklärte, sei der frühestmögliche Starttermin für Öffnungen der 12. April. Sozialministerin Daniela Behrens: „Die ausgewählten Kommunen legen nun Dauer und Geltungsbereich des Modellgebiets per Allgemeinverfügung fest. Die 14 Kommunen tragen damit eine hohe Verantwortung bei der Gestaltung der sicheren Zonen. Das Gesundheitsministerium wird den Verlauf intensiv beobachten.“

Wer in den Projektgebieten der Modellkommunen Geschäfte oder sonstige Einrichtungen betreten möchte, muss – ebenso wie Mitarbeitende – einen aktuellen negativen Antigen-Schnelltest nachweisen. Selbsttests werden nicht akzeptiert. Zudem muss bei Zutritt die App für die Kontaktnachverfolgung aktiviert sein. Die Modellkommunen müssen sicherstellen, dass genügend Testkapazitäten da sind und die Auflagen befolgt werden. Für die bisher schon geöffneten Geschäfte gilt die Testpflicht nicht. 

Für Uelzen ist damit aber der Zug noch nicht gänzlich abgefahren. Wie das Land erklärt, soll es eine zweite Auswahlrunde geben. Beabsichtigt sei weiterhin, insgesamt 25 Modellprojekte gleichmäßig verteilt auf die vier Ämter für regionale Landesentwicklung zuzulassen. Elf Modellprojekte sollen daher in einer zweiten Runde zugelassen werden. Die Kommunen, die bereits ihre Modellprojekte eingereicht haben, können bis zum 13. April 2021 (18 Uhr) ihre Bewerbung aufrechterhalten, ergänzen bzw. vervollständigen, so das Land in einer Mitteilung. Über die Aufnahme in die zweite Runde wird bis 17. April entschieden. Zum 19. April tritt darüber hinaus die nächste Corona-Verordnung in Kraft. 

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