750 Millionen Euro für Ausbau der Amerikalinie / Herausforderung: Einfädelungen in Hundertwasser-Bahnhof

Mittelmeer-Anschluss für Uelzen

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Die Einfädelungen in den Uelzener Hundertwasser-Bahnhof werden beim Ausbau der Amerikalinie eine besondere Herausforderung sein.

Magdeburg/Uelzen. Die Deutsche Bahn wird in den kommenden Jahren eine weitere Viertelmilliarde Euro in den Ausbau der Strecke Stendal-Salzwedel-Uelzen, die sogenannte Amerikalinie, investieren.

Das erklärte gestern der Konzernbevollmächtigte für Sachsen-Anhalt, Alexander Kaczmarek, auf einer Pressekonferenz in Magdeburg.

An einem ersten, 28 Kilometer langen und 50 Millionen Euro teuren Stück wird bereits gearbeitet. Bis Jahresende soll dieser Teil fertig sein. Für die weiteren Bauabschnitte der insgesamt 107 Kilometer langen Strecke laufen derzeit die Planungen. Besondere Herausforderungen stellten dabei die Einfädelungen in die Bahnhöfe Uelzen und Stendal dar.

Neben dem durchgängig zweigleisigen Streckenbau werden Oberleitungen und Sicherungstechnik – zum Beispiel an Bahnübergängen – den höheren Anforderungen angepasst. Die komplette Fertigstellung sei für 2020/21 geplant. Dann werden der Raum Uelzen und die Altmark über Direktverbindungen auf den Balkan und bis ans Mittelmeer verfügen. Profitieren wird davon allerdings in erster Linie der Güterverkehr.

„Für den Personennahverkehr hat der Ausbau ebenfalls Vorteile“, trat Kaczmarek Kritik entgegen, dass Anwohner mit dem Ausbau zwar zusätzliche (Lärm-)Belastungen in Kauf nehmen müssen, aber ansonsten nichts davon hätten. Die zweigleisige Strecke bringe zusätzliche Sicherheit und Zeitersparnis für Personenzüge, da Wartezeiten an einspurigen Begegnungsstellen wegfallen. Außerdem könnten Bahnhöfe zügiger angefahren und so Fahrzeiten verkürzt weiter werden.

Von Christian Wohlt

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