Kreisschützenverband feiert 60-jähriges Bestehen: Unzählige sportliche Erfolge

Mitgliederzahlen bereiten Sorgen

Uelzen. Der Kreisschützenverband (KSV) Uelzen feiert in diesem Jahr sein 60-jähriges Bestehen: 1953 wurde der Verband mit 690 Mitgliedern in acht Vereinen nach dem zweiten Weltkrieg wiedergegründet.

Vier Jahre später hatten sich bereits 19 Vereine mit 1118 Mitgliedern dem KSV angeschlossen. Inzwischen ist die Zahl auf 41Vereine mit rund 4400 Mitgliedern angewachsen.

Die Delegiertenversammlung des KSV am Sonnabend in der Stadthalle Uelzen nutzte Verbandspräsident Friedrich Wollbrandt, um anlässlich des Jubiläums schlaglichtartig auf die Geschichte des Verbandes einzugehen, die fest verwurzelt ist mit sportlichen Erfolgen: Die Welt blickte mehrmals auf Uelzen, nachdem Silke Johannes 1994 am Schützenhimmel aufgetaucht war und nach den Deutschen Meisterschaften mit der Nationalmannschaft die Goldmedaille gewann, Europameister wurde und auch den Weltmeistertitel in der Juniorenklasse in Mailand holte. In Tallinn schoss sie einen Weltrekord, berichtete Präsident Wollbrandt. Nicht nur Silke Johannes war in den vergangenen Jahrzehnten zielsicher, der Verband kann auch auf viele weitere sehr erfolgreiche Schützen in seine Reihen und damit auf unzählige Medaillen-Plätze bei Meisterschaften verweisen.

Die Freude über die erfolgreichen Jahrzehnte wird jedoch durch die Mitgliederbewegung in den Vereinen getrübt. Friedrich Wollbrandt mahnte deshalb: „Nur über unseren Sport bekommen wir neue Mitglieder“. Der Präsident rief die Delegierten auf, für den Schießsport Werbung zu machen, damit „unser Brauchtum nicht zur Pflegestufe 3 wird“.

Von Gudrun Kiriczi

Einen Artikel mit weiteren Informationen finden sie am Montag in der AZ.

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