Anlieger des Westerweyher Baugebietes warten auf Endausbau / Haushaltsgenehmigung steht aus

Missmut am Rießelkamp

Die Anlieger des Rießelkampes in Westerweyhe haben es satt: Seit Jahren warten sie auf den Endausbau der Straße. Das Geld hierfür ist im Haushalt der Stadt Uelzen eingeplant, der Etat ist allerdings noch nicht von der Aufsichtsbehörde genehmigt. Foto: Wendlandt

Uelzen-Westerweyhe. Mit der Laune der Bewohner des Neubaugebietes Rießelkamp in Westerweyhe steht es zurzeit nicht gerade zum Besten: Denn die Menschen im westlichsten Zipfel des Uelzener Ortsteils hadern nicht nur damit, dass ihnen bislang keine schnelle Internetverbindung zur Verfügung steht – davon berichtete den Mitgliedern und Gästen der vergangenen Sitzung des Ortsrates Kirch-/Westerweyhe Karl-Heinz Günther (CDU).

Auch der Endausbau der Straße lässt schon lange auf sich warten. Zu lange, wie einer der Anlieger in der öffentlichen Bürgerfragestunde grollte.

„Seit 2001 ist das Baugebiet in der Mache“, gab der Anwohner zu bedenken, und noch immer sei der Endausbau zur Industriestraße hin nicht erfolgt. „Was ist mit unserem Geld passiert?“, wollte der Westerweyher Bürger wissen. „Schließlich haben wir den Ausbau mit dem Grundstückskauf bereits bezahlt.“

Silke Weidenhöfer, Leiterin des Planungsabteilung der Stadt Uelzen, erklärte, dass der endgültige Ausbau nicht erfolge, weil noch nicht alle Grundstücke bebaut seien – schließlich wolle man verhindern, dass Baufahrzeuge eine fertige Straße beschädigen. Allerdings, und auch das räumte Weidenhöfer ein, hänge die Situation im Rießelkamp auch mit der desolaten Haushaltslage der Stadt Uelzen zusammen. „Uns sind da die Hände gebunden.“

Der Anlieger des Rießelkamp fand allerdings, dass Weidehöfers Erklärung „eine unbefriedigende Amntwort“ sei. Im benachbarten Baugebiet am Hagebuttenweg, das erst nach dem Rießelkamp entstanden sei, gebe es schließlich längst eine asphaltierte Straße - ohne, dass dort der Großteil der Grundstücke bebaut wäre.

Ortsbürgermeister Hans-Jürgen Stöcks (CDU) pflichtete dem verärgerten Bürger zu. „Ich teile diese Unzufriedenheit“, sagte er, schließlich stehe das Geld für den Ausbau seit 2006 immer wieder im städtischen Haushalt, ohne dass es zu einem Ausbau gekommen sei. Stöcks versprach dem Rießelkämper aber: „Wir sind da am Ball.“

120 000 Euro stehen für den letzten Ausbauabschnitt des Rießelkampes für dieses Jahr im Haushalt, erklärt Ute Krüger, Presseprecherin der Stadt Uelzen auf Nachfrage der AZ. Das Gebiet sei in den vergangenen Jahren in mehreren Abschnitten ausgebaut worden, der letzte, der in die Industriestraße mündet, stehe nun noch aus.

„Die Baumaßnahme“, sagt Ute Krüger, „soll in diesem Jahr abgeschlossen werden.“ Bevor aber überhaupt damit begonnen werden könne, sei zuvor die Zustimmung der Kommunalaufsichtsbehörde zum diesjährigen Haushaltsplan der Stadt und damit eben auch für besagte Baumaßnahme erforderlich. Und eben diese Zustimmung, die vom Landkreis Uelzen kommen müsste, liegt bislang nicht vor.

511 300 Euro seien für das Haushaltsjahr 2006 für den Straßenausbau im gesamten Baugebiet Rießelkamp angesetzt worden, erklärt die Sprecherin gegenüber der AZ. „Zu diesem Zeitpunkt ging die Stadt davon aus, dass alle Grundstücke zügig bebaut werden. Da die Bebauung dann aber nach und nach erfolgte, hatte die Stadt daraufhin den Ausbau der Straße in mehrere Abschnitte unterteilt.“

Von Ines Bräutigam

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