Missbrauch in drei Fällen

Sozialarbeiter soll sich zu einer 14-Jährigen ins Bett gelegt haben

+
Ein Sozialarbeiter aus dem Kreis Uelzen muss sich vor dem Landgericht Lüneburg verantworten.

Uelzen/Lüneburg. Mehrfach soll er sich zur 14-Jährigen aus dem Landkreis Uelzen ins Bett gelegt, ihr den Rücken gestreichelt und sie an Hals und Ohrläppchen geküsst haben – ein heute 40-jähriger Sozialarbeiter, der als Erziehungsbeistand dem Mädchen zur Seite gestellt worden war, muss sich wegen seines Verhaltens ab morgen vor dem Landgericht in Lüneburg verantworten.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann sexuellen Missbrauch von Schutzbefohlenen in drei Fällen vor. Ein Tatbestand, der laut Strafgesetzbuch mit einer Freiheitsstrafe von drei Monaten bis fünf Jahren geahndet wird.

Die Anklage war von der Staatsanwaltschaft im vergangenen Jahr erhoben worden, die dem Sozialarbeiter vorgeworfenen Taten haben sich nach Auskunft des Landgerichtes bereits im Jahr 2009 ereignet. Anzeige erstattet worden sei aber erst im Jahr 2013, erklärt Frauke Albers, Pressesprecherin des Landgerichts, auf AZ-Nachfrage.

Zwischen der Geschädigten und dem Angeklagten soll es nach 2009 noch Kontakt gegeben haben. In diesem Zusammenhang hatte die Staatsanwaltschaft dem Sozialarbeiter, der aus dem Landkreis Lüchow-Dannenberg stammt, auch weitere Taten vorgeworfen, die sich zugetragen haben sollen, als die Geschädigte 17 Jahre alt gewesen ist. Dabei soll es sich um massivere sexuelle Handlungen gehandelt haben. Das Landgericht Lüneburg hat entschieden, über diese Taten nicht zu verhandeln. Nach einer Beschwerde der Staatsanwaltschaft kam das Oberlandesgericht (OLG) zum gleichen Ergebnis. Es gebe keine Hinweise darauf, dass die Handlungen nicht einvernehmlich stattfanden, begründete das OLG.

Bei den morgen, 9.30 Uhr im Saal 21 startenden Prozess wird die Geschädigte als Nebenklägerin auftreten. Damit hat sie die Möglichkeit, ein Urteil anzufechten. Zur Hauptverhandlung sind drei Zeugen vom Landgericht geladen worden. Ein Fortsetzungstermin für den Prozess wurde für den 9. Juli anberaumt.

Von Norman Reuter

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare