Ab Sommer wird den Herzogenplatz ein Relief zieren / Künstler präsentiert Modell

Mini-Uelzen in Goldbronze

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Das Wachs-Modell des historischen Uelzens.

Uelzen. Sie ist einen Meter breit und 1,30 Meter lang – die Stadt Uelzen vor dem verheerenden Brand im Jahr 1646. Zu sehen sein wird dieses in Goldbronze gegossene Relief ab Sommer auf dem Uelzener Herzogenplatz.

Der Künstler Egbert Broerken, der es schaffen wird, stellte ein erstes originalgetreues Modell davon den zahlreichen Sponsoren vor, die dieses neue Schmuckstück der Stadt ermöglicht haben.

Die Idee dafür hatte vor drei Jahren Harald Meyer – nicht zuletzt, weil er als Uelzens Nachtwächter auf den gleichnamigen Führungen regelmäßig in die Geschichte der Uhlenköperstadt eintaucht. Beim Anblick des Modells aus Wachs geriet er ins Schwärmen: „Ich bin glücklich und froh, dass wir so weit gekommen sind“, strahlte er.

Und mit seiner Freude war er gestern bei der Präsentation in guter Gesellschaft: Vertreter der diversen Sponsoren wie die Sparkasse Uelzen Lüchow-Dannenberg, SVO und Lions Club, Steinmetz Meyn, Baufirma Willi Meyer und viele weitere mehr stellten unisono fest, dass die Stadt mit dem Bronze-Relief um eine Attraktion reicher sein werde.

„Es hat immer wieder Projekte und Initiativen gegeben, bei denen um Förderung gebeten wurde“, fasste Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Dirk Köhler zusammen, „aber es passiert recht selten, dass alle Beteiligten sagen: Das ist toll!“ Gespannt sein dürfen die Uelzener auf das Ergebnis: Die in einem aufwendigen Wachsausschmelzverfahren zu erstellende Relief-Ansicht wird im Sommer auf einem Granitsockel im sogenannten „Forum“ am Rande des Herzogenplatzes installiert und mit einem Lichtbogen illuminiert.

Die historische Stadtansicht im Maßstab 1:600 soll vor allem das Bewusstsein für die wechselvolle Geschichte der Stadt Uelzen und ihre Schönheit schärfen – vor allem bei Kindern. Das Besondere dabei: Gebäude, Straßenzüge und andere Strukturen des Reliefs werden auch mit Erklärungen in Blindenschrift versehen. So wird das einstige Stadtbild nicht nur visuell erlebbar, sondern auch im wahrsten Sinne des Wortes begreifbar. Rund 37 000 Euro investieren die vielen Stifter gemeinschaftlich in dieses Projekt.

„Ich möchte erreichen, dass die Leute, die in Uelzen immer mäkeln, sehen, wie schön die Stadt einmal war und immer noch ist“, betonte Initiator Harald Meyer gestern eindringlich. „Uelzen war einmal eine reiche Stadt, die Menschen haben dafür gesorgt, dass ihre Häuser schön und gepflegt aussehen. Und wir brauchen auch heute in der Stadt verantwortungsvolle Leute, die das wieder in die Hand nehmen. Das ist mir bei diesem Projekt eine wichtige Botschaft.“

Von Ines Bräutigam

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